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Am 25. Oktober 2022 im Sterngarten Wien-Georgenberg

PartSoFi 20221025 1253A HK kPartSoFi 20221025 1253A HK kEin herrlicher Herbsttag war Bühne für das nicht alltägliche Schauspiel einer Sonnenfinsternis. Die Sonne wurde zwar nur zu knapp einem Drittel ihrer Fläche vom Mond abgedeckt, dennoch war dies für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, darunter auch eine Schar Kinder, ein beeindruckendes Erlebnis.
Am einfachsten zu beobachten war das Ereignis mit einer Lochkamera oder den ausgegebenen Finsternisbrillen, am bequemsten mittels Projektion durch ein Fernrohr, welches auch zwei kleine Sonnenflecke zeigte.
Ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte des Sterngartens war um 12:37 MESZ - zum Zeitpunkt des „wahren Mittags“ - die Wanderung des durch die Verfinsterung nicht ganz kreisförmigen Schattens der Lochscheibe über den Schrägmast.

PartSoFi 20221025 1237 FHK k4 SG pSoFi 20221025 1227Alles in allem waren es wunderbare Stunden für das astronomisch höchst interessierte Publikum! Es kamen über 50 Gäste, eine Schulklasse aus Mauer und eine Jugendgruppe.

Text: Franz Vrabev, Fotos: Franz Vrabec, Erika Erber)

 

... und natürlich auch anderswo:

Wolfgang Schröter beobachtete die SoFi in Klosterneuburg-Weidling. Hier zwei seiner 7 Aufnahmen um 11:40 (25 min nach Beginn) und um 12:20 (Maximum) mit zwei Sonnenflecken. Vergrößert (in neuem Fenster öffnen!) sind am Mondrand einige Berge von 1-2 km Höhe zu erkennen.
Den 1. Kontakt stoppte er im Feldstecher 7x42 um 11:16,0 MESZ (freiäugig 11:17,5), den letzten um 13:26,5 (freiäugig 13:25). 

Nebst vielen anderen unserer Mitglieder hat auch Franz Klauser auf seiner Sternwarte bei Puchenstuben das Ereignis beobachtet und dazu Schüler seines Ortes eingeladen. Mit einer automatischen Steuerung machte er ein Zeitraffer-Video, das die Finsternis von 2,2 Stunden auf einen 17 Sekunden-Film zusammenfasst – einfach sehenswert!

Gelegentlich ist die Internationale Raumstation ISS als etwa jupiterheller Lichtpunkt am Himmel zu sehen. Angaben von Heavens-Above für den Sterngarten.

 

Von Prof. Hermann Mucke, Astronomisches Büro, Wien
aus dem Sternenboten 4/2009 
(mit kleinen Ergänzungen durch den Österr. Astroverein 2020)

 

erde um sonne

Zur Vorstellung von der jeweiligen Lage der Tierkreiszone am Himmel verhilft zunächst der "schiefe" Erdglobus in der "waagrechten" Ebene seines Umlaufs um die Sonne (Ebene der Ekliptik)

sg bild1

Der Sterngarten – vom Initiator Prof. Hermann Mucke auch Freiluftplanetarium genannt – ist eine fast 1 Hektar große Anlage der Horizont-Astronomie, welche seit 1997 die scheinbare Drehung des Sternhimmels und den Jahresverlauf der Sonnenbahn veranschaulicht.

Sie liegt 150m südwestlich der Wotrubakirche (Bus 60A, Station Kaserngasse) am Rand eines Naturschutzgebiets, das zu den "Erholungsräumen Niederösterreich - Wien" gehört.

Durch die weithin sichtbaren, 17 Meter hohen Masten zieht sie viele Wanderer sowie Besucher der Wotruba-Kirche an, einer architektonischen Besonderheit aus den Jahren 1974-76.

Ursprünglich hatte Prof. Oswald Thomas († 1963) einen "Sternenhain" am Plateau des Laaerberges in Wien X geplant, wo auch eine Astronomische Station der Österreichischen Landesvermessung lag. Das Projekt ließ sich jedoch dort nicht verwirklichen, sodass es Mucke für Wien XXIII umplanen musste.

Einblicke ins ganze Sonnensystem gibt der Planetenweg 600 m nordwestlich, entlang der Tiergartenmauer. Im Maßstab 1:1 Milliarde geht man von der Sonne (Ø 1,4m) mit "dreifacher Lichtgeschwindigkeit" 150m zur Erde (13 mm), 780m zum Jupiter und 5 km zum Neptun.

2006 wurde ein Planeten-Wanderweg entlang der Außenmauer des Naturschutzgebiets Lainzer Tiergarten angelegt. Er ist 6 km lang, verläuft weitgehend eben und veranschaulicht die Planeten und ihre Bahnradien im "planetaren Maßstab" 1 : 1 Milliarde. 

Alle Tafeln sind unter dem Mauerkranz angebracht und so etwas vor der Witterung geschützt. Die Planeten werden durch detailreiche Fotos dargestellt sowie mit schwarzen Kreisen, deren Durchmesser von 5 mm (Merkur) bis 140 mm (Jupiter) reicht.

Beim Startpunkt (Wien 13, Schranken am Ende der Wittgensteinstraße) trägt die Mauer ein detailreiches Sonnenfoto 140 x 140 cm von Hans Bernhard. Wer mit "4-facher Lichtgeschwindigkeit" (4,3 km/h) geht, erreicht den 12 cm großen Saturn (Ring 28 cm) nach 20 Minuten und den Neptun (beim Laaber Tor) nach einer Stunde. Die Spenderrollen beim Schranken und beim Laaber Tor befüllt der Kurator Gerhard Huber regelmäßig mit doppelseitigen Beschreibungen des Sonnensystems. Die Asteroiden auf der Tafel bei 280 m halten allerdings manche Wanderer für "Fliegendreck" und wollen sie unbedingt wegwischen. Dem Zwergplaneten Ceres und dem Kuipergürtel sind eigene Tafeln gewidmet. 

 

Kurator: Gerhard Huber, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mehr: https://www.wienerwald.info/a-planetenwanderweg

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