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Erster Sternpark Österreichs: Region Attersee-Traunsee

 

ÖTA: Herbst 2021 in Oberösterreich: "Himmel in Bewegung ..." in Vorbereitung

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Der Astroverein

Der Österreichische Astronomische Verein, kurz Astroverein, ist mit etwa 750 Mitgliedern die größte Gesellschaft der Sternfreunde in Österreich. Er wurde 1924 von Univ.-Prof. Dr. Oswald Thomas gegründet, dem die Verbreitung astronomischen Wissens ein großes Anliegen war.

1963 übergab Prof. Thomas diese Agenden und das bereits 1907 gegründete Astronomische Büro an den jungen Physiker Hermann Mucke (1935-2019), den späteren Leiter der Urania-Sternwarte und des Wiener Planetariums.

Prof. Mucke zog sich Ende 2018 aus der Vereinsführung zurück, betrieb aber bis zu seinem Tod im März 2019 das Astronomische Büro. Seit 2017 führt Univ.-Prof. Dr. Gottfried Gerstbach den Vorsitz des Astrovereins.

Dr. Oswald Thomas wurde vor allem durch seine monatlichen "Sternwanderungen" entlang des Sommerhaidenwegs am Michaelerberg, bei den Weinbergen im Westen von Wien bekannt. Zu diesen etwa 450 Abenden (im Sommer auch ganzen Nächten), die er 50 Jahre lang selbst betreute, kamen in manchen Jahren über tausend Interessierte. Sie begründeten die Tradition freiäugiger Sternführungen, die bis heute einen Schwerpunkt des Astronomischen Vereins im Wiener Raum bilden -- insbesondere im Sterngarten Georgenberg.

Prof. Mucke war über lange Jahre das Herz des Astrovereins und hat durch seine lebendige Art der Sternführungen Hunderte junger Leute für die Himmelskunde begeistert. Viele von ihnen sind bis heute aktive Vereinsmitglieder und betreuen den "Sterngarten" auf dem Georgenberg am südlichen Stadtrand von Wien, bei dessen Errichtung 1997 sie zahlreiche Ideen und Leistungen einbrachten. Hier sind insbesondere Norbert Pachner und Franz Vrabec zu nennen. Andere wurden Mitarbeiter am Planetarium oder der Urania, erstellten und erstellen astronomische Computerprogramme wie UraniaStar oder Stellarium oder waren Vortragende beim alljährlichen "Sternfreunde-Seminar".

Einige der vielen Nachrufe zum Tod Hermann Mucke sind im Artikel "Astronomisches Büro" verlinkt:
https://www1.astroverein.at/verein/18-astronomisches-buero

 

Bildungsarbeit: Wir sind bestrebt, die mit freiem Auge sichtbaren Tatbestände und Abläufe in der ganzen "oberen Hälfte der Welt" der breiten Öffentlichkeit im Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg wieder bewusst und erlebbar zu machen, sowie durch monatliche Vorträge die Methoden und Ergebnisse der modernen Astronomie zu vermitteln.
Seit Dezember 2020 (bis zum Ende der Corona-Pandemie) finden die Vorträge online alle 2 Wochen statt. 

Himmelsbeobachtung: Wir bieten Beobachtungsabende für Mitglieder und junge Interessenten an, bei denen wir die auch am Stadtrand sichtbaren Himmelsobjekte im Teleskop zeigen und zu fachkundiger Beobachtung anleiten. Der zunehmenden Lichtverschmutzung weichen wir auf einen dunklen Ort an der Westbahnstrecke aus, der öffentlich gut erreichbar ist. Vereinzelt werden auch kleinere Beobachtungsabende über soziale Medien vereinbart.
Anregungen dazu gibt es auf dieser Seite und im monatlichen Newsletter (zu bestellen bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Forschungsarbeit: Unsere seit Anbeginn betriebene Meteorastronomie konnte durch Errichtung und Betrieb der vollautomatischen, digitalen Feuerkugelstation in Oed bei Martinsberg NÖ mit Unterstützung durch das Astronomische Institut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften ab 2009 besonders erweitert und erfolgreich vertieft werden.
Im November 2020 wurde der Fall einiger kg-schwerer Meteorite nahe beim Mürztal festgestellt, die Suche war allerdings wegen des frühen Schneefalls erfolglos.

Förderung für unsere Einrichtungen kam von den Bundesministerien für Unterricht sowie Wissenschaft und Forschung, dem Land Niederösterreich, der Stadt Wien, dem Verein NÖ/Wien zur Schaffung gemeinsamer Erholungsräume, der Marktgemeinde Martinsberg und der Waldviertler Sternwarte Orion, sowie von zwei Spendenaktionen im Sternenboten.

Jahresbeitrag: 12 Euro. Falls auch Mitglied bei unserer Arbeitsgruppe Sonnenuhren mit 2 Rundschreiben: 12+13 = 25 Euro. Mitgliedskarte = Zahlschein. Konto: IBAN: AT78 2011 1840 7013 3500.

Fachveröffentlichungen: Diese waren bis 2018/19 über das Astronomische Büro zu bestellen. Ihr Bezug war für Vereinsmitglieder empfohlen, aber nicht im Jahresbeitrag enthalten. Wieweit Bestellungen nach dem Ableben von Prof. Mucke möglich sind, ist derzeit noch offen.