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Im Sterngarten:

Perseidennächte am Fr.12.08.22 und Sa 13.8.22 je 21h 

Sa 03.09., 19: Picknick unter Sternen

Das aktuelle Programm 2022-2 [pdf-download]

Veranstaltungen

August   2022
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James Webb Space Telescope

JWST star forming region carina nircam

Die Erwartungen waren hoch und wurden übertroffen - NASA / ESA / CSA veröffentlichen laufend Bilder des JWST:

Carina Nebula, Stephan’s Quintet, Southern Ring NebulaWASP-96 b (Exoplanet), SMACS 0723 (Deep field), u.a

 

Schönste Sternbilder für die Ferien

Im Süden: Sommerdreieck, zenitnah der Schwan (liegendes Kreuz; im Fernglas Sternhaufen M39 8° links von Deneb), Teilung der Milchstraße Richtung Adler. Darunter helle Schildwolke. Tief im Süden Schütze mit 2-3 Sternhaufen und Gasnebeln.
Im Zenit: Drache windet sich doppelt zwischen Großem und kleinem Wagen, viereckiger Kopf zu Leier & Herkules. Unter diesem Halbkreis der Krone.
Nordosten: W der Kassiopeia, darunter Doppelsternhaufen h/Chi Persei. Ab August Perseiden-Sternschnuppen (Maximum 11.-13.8., Sterngarten 21-1h!)

Die "Beobachtungstipps" (hier) wurden erweitert und auf die jeweilige Jahreszeit abgestimmt. Ich freue mich auf die Benützung und auf allfällige Rückmeldungen! G.Gerstbach

Vorträge im Herbst:

Astro-Basics (Online)

Im Festsaal des Alpenvereins:

  • Fr 28.10. 19h  Raketentechnik und interplanetare Raumfahrt; mit Tassilo Halbritter

Wichtigstes von der Hauptversammlung am 20. Mai

Beim Kurzvortrag "Vom Jupiter bis zum Neptun" wurde überlegt, wieso ein Gasplanet eine Kugel bleibt – und sich das Gas nicht verflüchtigt? Nach Gedankenmodellen über die Bahnen folgten dann Blicke auf die seltsamen Atmosphären-Phänomene, ihre Ursachen und ins Innere der Gas- bzw. Eisriesen.

Es folgten der Jahresbericht, die 3 Arbeitsgruppen und der Finanzbericht. Die nötige Renovierung des Sterngartens lässt uns nach Möglichkeiten der Finanzierung suchen. Auf dem Hügel über Tullnerbach könnte bald ein ständiger Beobachtungsplatz entstehen. Wird es eine Amateurtagung ÖTA'22 oder 2023 geben?


Der Abendhimmel im August 2022

Wenn es zur Monatsmitte gegen 21 Uhr MESZ dunkel genug ist, sieht man im Westen die letzten Sterne des Löwen. Darüber steht der Große Wagen, dessen kurze Vierecks-Seiten zur Löwenmitte zeigen. Kennen Sie dazwischen die drei Krallenpaare des Großen Bären? Die drei fast parallelen Doppelsterne (Helligkeit 3.1–3.5 mag) stehen jetzt waagrecht (Nordwest bis WNW ~20° hoch). Wenn man darüber den Bogen der drei Deichselsterne nach links verlängert, kommt man zum Bärenhüter mit dem hellgelben Arktur. An ihm hat man schon früh die Eigenbewegung festgestellt, etwa 0,1° pro Jahrhundert. Der mit 37 Lichtjahren nächstgelegene Rote Riese ist neben Wega (hoch im Südosten) der hellste Stern am Nordhimmel. Folgen wir dem Deichselschwung weiter, funkelt tief im Südwesten Spica (α in der Jungfrau), die mit 20.000° zu den heißesten Riesensternen zählt. 
Im Südosten ist inzwischen Saturn (im Steinbock) aufgegangen, während Jupiter erst gegen 22h auftaucht.
 
Zum Überblick siehe unsere Homepage-Sternkarten (z.B. für Sternzeit 18 Uhr). Nahe dem Zenit faucht der Drache den keule-schwingenden Herkules an. Im Südsüdwesten ist noch Antares, der rote Hauptstern im Skorpion, in 10-15° Höhe zu sehen. Zwischen ihm und Herkules breitet sich der große Schlangenträger (Ophiuchus, Äskulap) aus. In seiner Mitte kann man schon im Feldstecher die drei Kugelsternhaufen M10, 12 und 14 erkennen.
 
Im Osten ist das Sommerdreieck emporgestiegen: die funkelnde Wega (Leier), Deneb im Schwan (liegendes Kreuz) und Atair (α im Adler). Wir werden es bis zum Herbstende sehen können. Im Schwan teilen einige Dunkelwolken die Milchstraße, die sich über den Adler und die helle Schildwolke zum Schützen hinabzieht. 
Rechts vom Polarstern steht der bescheidene König Kepheus, seine stolze Gattin Kassiopeia als "Himmels-W" darunter. Der kleine Wagen reckt sich vom Polarstern links hinauf. In Stadtnähe sieht man aber nur 3-7 Sterne, als einfachen Indikator der Lichtverschmutzung: der dritthellste Stern Gamma hat 3.0 mag, der Sternenbogen zwischen α und ß etwa 4.3 mag.
 
Gegen 23 Uhr hat die Leier den Zenit überschritten und der Schütze den Meridian. Außerhalb der Städte ist nun das Band der Milchstraße am besten zu sehen – fast senkrecht, 65° schräg zum Himmelsäquator. Es verläuft von Kassiopeia und Schwan über den Adler zum Schützen. Hinter dessen vielen Sternhaufen und Nebeln (siehe unten) verbirgt sich, 25.000 Lichtjahre entfernt, das Zentrum unserer Galaxis. 
Diese Gegend ist für mich das schönste am Sommerhimmel: auf einer Liege, mit einem Feldstecher in der Hand, den tausenden Sternen im Schwan folgen und sich die Tiefen des Universums vorstellen ... 
 
Zwischen 24 und 1 Uhr steht der Steinbock tief im Süden, über dessen linken Sternen γ und δ (3.6 und 2.8 mag) der Saturn am 14.8. seine Opposition erreicht. Etwa 40° weiter links strahlt der hellgelbe Riesenplaneten Jupiter zwischen Walfisch (Cetus) und Fischen. Er steht fast in der Verlängerung der linken Seite des Pegasus-Quadrats, woran man von Woche zu Woche seine nun rückläufige Bewegung beobachten kann (er kommt Ende September in Opposition zur Sonne).
 
Links von den oberen Sternen des Pegasus-Quadrats setzt sich die Fünfsternreihe fort, über deren Mitte die Andromeda-Galaxie steht. Sie ist mit fast 3 Millionen Lichtjahren das entfernteste Objekt fürs freie Auge. Im Nordosten taucht der Perseus auf, aus dem seit Ende Juli die Sternschnuppen der Perseiden kommen. Ihr Maximum erreichen sie am 12.8., merklich aber erst ab Mitternacht.
 

Planeten und Mond im August 2022

  • Merkur erreicht zwar am 27.8. mit 27° den größten östlichen Abstand von der Sonne, steht aber wegen der flach liegenden Ekliptik so tief in der Abenddämmerung, dass er allenfalls im Feldstecher zu finden ist.
  • Venus beendet allmählich ihre Morgensichtbarkeit und verschwindet zu Monatsende in der anbrechenden Dämmerung. Am 26. zieht die schmale Mondsichel 4° nördlich vorbei.
  • Mars geht kurz nach Mitternacht auf und wandert vom Widder in den Stier, wo er Ende August das Goldene Tor der Ekliptik zwischen Plejaden und Hyaden passiert. Seine Helligkeit nimmt auf 0 mag zu und wird bis Dezember -1.6 mag erreichen. Sein Scheibchen misst aber erst 8 bis 10, sodass im Teleskop noch kaum Details zu erkennen sind. Am 19. zieht der abnehmende Halbmond 3° nördlich vorbei.  
  • Jupiter zwischen Fischen und Cetus (Wal) verfrüht seine Aufgänge von 22:40 auf 19:30 Uhr relativ deutlich. Denn wegen der nahenden Opposition (26.9.) ist er unter den Sternen  rückläufig, was anhand der verlängerten linken Seite des Pegasus-Quadrats jede Woche erkennbar ist. Seine Helligkeit nimmt deutlich zu, das Spiel seiner vier hellen Monde wird zunehmend reizvoll (AAÖ Seite 52-58).
    • Beobachtbar sind insgesamt 8 Verfinsterungen der Monde durch Jupiter (vor der Opposition etwas westlich des Planeten). Schattendurchgänge gibt es sogar 10, wobei am 9.8. ab 3:30 die Schatten der Monde 1 und 3 gleichzeitig über die Wolkenstreifen ziehen. Erscheinungen je zweier Monde gibt es auch am 10. und 24.8.
  • Saturn im Steinbock ist nun in der ganzen Nacht zu beobachten (Aufgänge in Wien ca. 21–> 19h MESZ, Opposition am 14. August). Sein scheinbarer Durchmesser ist auf 19 angestiegen, sein Ring auf 43“, was schon im Feldstecher klar zu sehen ist. Am 12. morgens wandert der Vollmond 4° südlich am Saturn vorbei.
    • Der größte Mond Titan (8 mag) hat maximale westliche Elongation am 2. und 17.8., östliche am 9. und 25.8. Drei andere große Monde sind etwa 10 mag hell, stehen aber wegen der Schräge des Saturnsystems (derzeit 14°
  • Uranus im Widder geht nun schon gegen 23h auf (Opposition am 9.11.). Er wechselt am 24.8. von recht- auf rückläufig.Am 1.8. steht der Mars nur 1,4° südlich, am 18.8. der Mond knapp nördlich.
  • Neptun, rückläufig zwischen Fischen und Cetus, ist nun fast die ganze Nacht sichtbar. Seine Opposition ist Mitte September.
Mondphasen:
Erstes Viertel am Fr 5.8., Vollmond am Fr 12.8., Letztes Viertel am Fr 19.8., Neumond (Nr.1233) am Sa 27.8..
Neulicht (erste abendliche Mondsichel) am 29.8., bestes Erdlicht (Widerschein der „Vollerde“) 1-2 Tage danach.
 

Renovierung des Sterngartens – teuer, aber leider bald nötig

Der Sterngarten kommt in die Jahre: der Beton der Plattform bekommt immer mehr Sprünge, manche dummen Lagerfeuer haben ihm weiter zugesetzt, der Belag schützt kaum mehr gegen die Verschmutzung durch Schuhe und Wetter, und am Schrägmast blättert allmählich der Lack. Die Angebote zweier Firmen übersteigen das Jahresbudget des Astrovereins um ein Vielfaches ...
 
Im Vorstand und in der Hauptversammlung am Fr 20.5. werden wir über die Möglichkeiten einer kostensparenderen Sanierung sprechen – und hoffen auf Ideen aus dem Kreis der Mitglieder. Einige sind ja mit der Baubranche vertraut. 
  • Wer kennt Baufirmen, in denen es einen oder zwei Sternfreunde gibt? 
  • Welche potentiellen Sponsoren fallen Ihnen ein?  (ich hoffe demnächst auf die Bezirksvorstehung Liesing)
  • Wer könnte bei eventuellen Eigenleistungen 1-2 Tage mittun? 
  • Weitere Ideen sind gefragt – denn der Mitgliedsbeitrag sollte möglichst nicht erhöht werden.
Wie bei allen ehrenamtlich getragenen Vereinen kommt es auf unsere eigenen Initiativen an, die aber bei den aktivsten unserer Mitglieder naturgemäß begrenzt sind.
 
Ein weiteres Thema ist der Zugangsweg von der Wotrubakirche, der bei stärkerem Regen eine akrobatische Überwindung von 4–5 großen Lacken erfordert. Eine Antwort der zuständigen Forstverwaltung steht leider noch aus. Ein dortiger Scherzbold (?) meinte im Vorjahr, das gehöre bei einem Naturschutzgebiet dazu ...
 

Drei Ehrenmitglieder

Seit der letzten Hauptversammlung hat der Astroverein 3 Ehrenmitglieder: Mag. Walter Hofmann, Dipl.-Ing. Norbert Pachner und Mag. Franz Vrabec: Ersterer hat sich v.a. in der Sonnenuhrgruppe verdient gemacht, aber auch durch zahlreiche Tipps für den Ausbau des Sterngartens, Franz und Norbert haben durch viele Jahre die meisten Sonnen- bzw. Sternführungen am Georgenberg gemacht und dabei wesentliche Neuerungen eingeführt.
 
Walter und Franz wurden unter großem Applaus im Sterngarten geehrt und bekamen die von Maria gestalteten Ehrenurkunden sowie kleine Beigaben überreicht. Norbert haben wir "heimgesucht" und dabei viele G'schichterln aus der Ära Muckes gehört.

 

Perseiden 2021  

Unsere Perseiden-Abende im Sterngarten am 12. und 13. August waren wieder gut besucht und von der jungen Mondsichel verziert, aber danach ein bisschen von Wolken beeinträchtigt. Trotzdem waren pro Stunde etwa 10 Sternschnuppen zu sehen. gegen 23 Uhr zog es leider ganz zu, sodass das Meteormaximum nach Mitternacht entfallen musste.
 
Die geplante Geminiden-Nacht am 14. Dezember fiel leider der dichten Wolkendecke zum Opfer. 
 
 

Beobachtungsberichte und Fotos

Unter "Beobachten" findet Ihr Fotos, Skizzen und weitere Berichte von 2019-2021:

  • Kleine Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021
  • Perseidennächte im August 2021 und 2020 (bis zu 30 Sternschnuppen pro Stunde)
  • Große Konjunktion Jupiter / Saturn im Dezember 2020
  • Feuerkugel und Meteoritenfall am 19. November, sowie Geminiden-Fotos von F. Klauser und J. Kruse
  • Bericht über einen zugehörigen Meteoritenfund bei Kindberg
  • Beobachtungen von Komet NEOWISE (Juli 2020) und Fotos mehrerer Mitglieder
  • Sterngarten-Picknick am 5.9.2020 und Gedenkfeier Prof. Mucke – hier anklicken!


Astronomischer Almanach für Österreich:
Kostenfreier Download beim Menüpunkt "Beobachten". Er hat die meisten Inhalte von Prof. Muckes "Himmelskalender" und zusätzlich informative Grafiken. Eine Druckversion gibt es hier (mit Zusendung), bei unseren Referatabenden und der Kuffner-Sternwarte.


Generelles zu den Veranstaltungen:

  • Sterngarten-Führungen sind nun wieder möglich, aber bitte um Anmeldung. Eventuelle Absagen bzw. Ersatztermine werden oben auf dieser Seite bis jeweils 15 Uhr mitgeteilt.
  • Für private Besuche ist der Sterngarten immer offen – bitte trotzdem auf Abstand achten! 
  • Indoor-Termine finden derzeit wegen Corona keine statt, jedoch
  • seit Jänner weiterhin zwei Online-Vorträge im Monat.

Wir freuen uns, Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu können!

Ihr Gottfried Gerstbach (Vorsitzender)
Juli 2022