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Im Sterngarten: Bitte anmelden und aktuelle Corona-Maßnahmen beachten.

Die 14.12, 17:00h Im Sterngarten: Vom Schwan zum fliegenden Pferd

Sa 18.12., 11:30h Zur Wintersonnenwende im Sterngarten

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Veranstaltungen

November   2021
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Online Vorträge

Kepler

 

Univ. Prof. Dr. Franz Kerschbaum: Johannes Kepler und die Suche nach der zweiten Erde

Freitag 26. 11. 19h (Online via zoom)

 

 


Der Abendhimmel im November 2021

In der Abenddämmerung ist Venus tief im Südwesten zu sehen. Wenn es dann gegen 17:15 MEZ dunkel genug ist, zeigt im Nordwesten die Deichsel des Großen Wagens nach links zum orangefarbigenArktur (α Bärenhüter) in 5-10° Höhe. Links oberhalb von Arktur finden wir den mit dem Edelstein Gemma verzierten Halbkreis der Krone und darüber den unscheinbaren Herkules, zu dem die Augen des Drachen herab glühen.
 
Im Süden stehen nun in 16° Abstand die Riesenplaneten Jupiter und Saturn.
D
as Sommerdreieck Leier-Schwan-Adler hat sich schon Richtung Südwesten geneigt. Im Südosten steigt die Fünfsternreihe mit den oberen Sternen des Pegasus-Quadrats, der Andromeda und dem Perseus empor. Während der Große Wagen nun tief im Norden steht, nähert sich das W der Kassiopeia – der winterliche Polweiser – dem Zenit. Für einen Überblick können Sie hier den Herbsthimmel anklicken, oder auf unserer Homepage 23 Uhr Sternzeit
 
Zwei Stunden später kulminiert das mythologische Himmelspferd Pegasus – allerdings segelt es verkehrt über den Himmel. Sein Leib ist das große Quadrat, Hals und Kopf verlaufen von den zwei tieferen Sternen nach rechts. Dort könnten seine Hufe wegen des "himmlischen Feuchtbiotops" (Wassermann, Fische, Cetus) ohnehin nicht aufsetzen. Darunter leuchtet Fomalhaut (α im Südlichen Fisch) – ein weißer Riesenstern mit zwei Begleitern, einer Staubscheibe und dem 2008 entdeckten Exoplaneten Dagon.
 
Die Milchstraße sieht man in Stadtnähe wegen der immer noch zunehmenden Lichtverschmutzung leider kaum mehr. Für sie ist eine Grenzhelligkeit von mindestens 4 mag erforderlich, was z.B. beim Sterngarten im Südwesten Wiens und im Umfeld anderer Städte der Fall ist. Mit der Vermeidung unnötiger Lichtflut hat sich in Salzburg vor 2 Jahren Österreichs Amateurtagung ÖTA'19 beschäftigt. 
Der Schütze (galaktisches Zentrum) ist zwar schon untergegangen, die Schildwolke darüber ist aber noch bis 19h sichtbar. In jedem Fall kann man von dort aus mit einem Feldstecher der Sternenfülle nachgehen – über den Adler und Schwan bis zur zenitnahen Kassiopeia und dem Perseus im Nordosten. Dort ist auch der junge Doppelsternhaufen h/Chi Persei zu finden.
 
Um 22 Uhr kommen im Osten Orion und Zwillinge empor, darüber Stier und Fuhrmann. Gegen Mitternacht wird mit Sirius der letzte Stern des großen Wintersechsecks sichtbar. Man findet ihn in der Verlängerung des Oriongürtels nach links unten.
 

Planeten und Mond im November 2021

  • Merkur ist morgens bis etwa 7. November im Ostsüdosten zu erspähen, eine knappe Stunde vor Sonnenaufgang. Da hat er noch einen Sonnenabstand von 15° und die Ekliptik geht steil auf. Tagsüber im Fernrohr zeigt er ein leuchtendes Scheibchen von 6" Durchmesser.
  • Venus ist abends tief im Südwesten sichtbar und geht nun gute 2 Stunden nach der Sonne unter. Ihre Elongation ist zwar mit 47° bis 42° fast maximal, doch steht steht die Ekliptik sehr flach. Am 8.11. zieht die Mondsichel an Venus vorbei.
  • Mars stand im Oktober jenseits der Sonne und ist weiterhin unsichtbar
  • Jupiter (wieder rechtläufig im Steinbock) kulminiert nun schon gegen 18 Uhr in 27° Höhe. Er ist daher noch einige Stunden danach gut beobachtbar. Die Untergänge verschieben sich von etwa 23:40 auf 22:10 MEZ. Am 11.11. wandert der Halbmond 4° südlich am Gasriesen vorbei. Im Teleskop sieht man auf der 40" großen Planetenscheibe die äquatorparallelen Wolkenstreifen und bisweilen den großen Roten Fleck
    • Die 4 hellen Jupitermonde zeigen weiterhin ihren Tanz und Lichtspiele – Daten im AAÖ S. 54-58.
  • Saturn im Steinbock kulminiert 1,1 Stunden vor Jupiter. aber nur 22° hoch. Seit der Großen Konjunktion im Dez. 2020 ist die Distanz zu ihm auf 16° angewachsen. Sein Abstand von der Sonne sinkt von 88 auf 60°. Daher sieht man nun östlich des Planeten ab etwa 150-facher Vergrößerung seinen Schatten auf den Ringen.
    • Saturns größter Mond Titan (8. Größe) steht am 2. und 18.11. in westlicher Elongation, am 10. und 26. am weitesten östlich. Näher am Planeten sind weitere 3-4 Monde (10 bis 11 mag) im Teleskop erkennbar.
  • Uranus im Widder erreicht am 5.11. seine Opposition zur Sonne. Mit 5.7 mag ist er im Feldstecher 11° südöstlich von Hamal (2 mag) leicht zu finden. Im Teleskop fällt das 3,7" große Scheibchen durch seine grünliche Farbe auf. Auf der einförmigen Wolkenhülle sehen aber auch die Weltraumteleskope keine Details.
  • Neptun im Wassermann ist bis etwa 24h zu beobachten. Sein bläuliches Scheibchen misst 2,5" und lässt sich schon ab 80x von Sternen unterscheiden.

Mondphasen:
Neumond Do 4.11., Erstes Viertel Do 11.11., Vollmond Fr 19.11., Letztes Viertel Sa 27.11.

Am 19.11. ist in Nordamerika um 10h MEZ eine fast totale Mondfinsternis zu sehen (98 %). Weil aber in Wien der Mond schon um 7:03 Uhr untergeht, wäre allenfalls in Westeuropa ein bißchen Abdunklung an seinem Nordostrand zu bemerken.

Drei Ehrenmitglieder

Seit der Hauptversammlung im Mai hat der Astroverein 3 Ehrenmitglieder: Mag. Walter Hofmann, Dipl.-Ing. Norbert Pachner und Mag. Franz Vrabec: Ersterer hat sich v.a. in der Sonnenuhrgruppe verdient gemacht, aber auch durch zahlreiche Tipps für den Ausbau des Sterngartens, Franz und Norbert haben durch viele Jahre die meisten Sonnen- bzw. Sternführungen am Georgenberg gemacht und dabei wesentliche Neuerungen eingeführt.
 
Walter und Franz wurden unter großem Applaus Anfang Juni im Sterngarten geehrt und bekamen die von Maria gestalteten Ehrenurkunden sowie kleine Beigaben überreicht. Norbert haben wir "heimgesucht" und dabei viele G'schichterln aus der Ära Muckes gehört.

 

Perseiden 2021  

Unsere Perseiden-Abende im Sterngarten am 12. und 13. August waren wieder gut besucht und von der jungen Mondsichel verziert, aber danach ein bisschen von Wolken beeinträchtigt. Trotzdem waren pro Stunde etwa 10 Sternschnuppen zu sehen. gegen 23 Uhr zog es leider ganz zu, sodass das Meteormaximum nach Mitternacht entfallen musste.
 
 

Beobachtungsberichte und Fotos

Unter "Beobachten" findet Ihr Fotos, Skizzen und weitere Berichte von 2019-2021:

  • Kleine Sonnenfinsternis am 10. Juni 2021
  • Perseidennächte im August 2021 und 2020 (bis zu 30 Sternschnuppen pro Stunde)
  • Große Konjunktion Jupiter / Saturn im Dezember 2020
  • Feuerkugel und Meteoritenfall am 19. November, sowie Geminiden-Fotos von F. Klauser und J. Kruse
  • Beobachtungen von Komet NEOWISE (Juli 2020) und Fotos mehrerer Mitglieder
  • Sterngarten-Picknick am 5.9.2020 und Gedenkfeier Prof. Mucke – hier anklicken!


Astronomischer Almanach für Österreich:
Kostenfreier Download beim Menüpunkt "Beobachten". Er hat die meisten Inhalte von Prof. Muckes "Himmelskalender" und zusätzlich informative Grafiken. Eine Druckversion gibt es hoffentlich wieder 2022, bei unseren Referatabenden und der Kuffner-Sternwarte.


Generelles zu den Veranstaltungen:

  • Sterngarten-Führungen sind nun wieder möglich, aber bitte um Anmeldung. Eventuelle Absagen bzw. Ersatztermine werden oben auf dieser Seite bis jeweils 15 Uhr mitgeteilt.
  • Für private Besuche ist der Sterngarten immer offen – bitte trotzdem auf Abstand achten! 
  • Indoor-Termine und Exkursionen finden derzeit wegen Corona keine statt, jedoch
  • seit Jahresbeginn zwei Online-Vorträge im Monat.

Wir freuen uns, Sie bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu können!

Ihr Gottfried Gerstbach (Vorsitzender)
September 2021