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Astro Tagung 2020

22.-25. Okt. 2020 in Linz,
Thema "Himmel in Bewegung ..."

18.-19. Okt. 2019 in Salzburg
Tagung 2019
Tagungsbericht_2019

Veranstaltungen

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Österreichische Tagung der AmateurastronomInnen

18.-19. Oktober 2019

 

[[Tagungsbericht_2019 pdf]

 

Nach 15-jähriger Pause gab es auf Initiative von Gottfried Gerstbach (Vorsitzender ÖAV) und Helmut Windhager (Vega-Sternwarte) wieder eine Tagung der Ama-teurastronomen und –astronominnen.

Etwa 90 Personen fanden sich von 18. bis19. Oktober in der Vega Sternwarte ein. Sie liegt idyllisch auf 800m Höhe am Haunsberg, ca. 15 km nördlich von Salzburg.

 

 

 

 

 

2. Die Vega Sternwarte des Hauses der Natur

Seit 1988 betreibt das Haus der Natur eine - anfangs kleine - Sternwarte, die nach dem großzügigen Umbau als eine der größten öffentlichen Sternwarten Europas im August 2018 eröffnet wurde. Dabei wurde ein wichtiges Anliegen verwirklicht: Die Sternwarte es ist ein ökologisches Musterhaus!

Die Kosten wurden zu etwa 70% von privaten Sponsoren und Spendern und zu 30% von öffent-lichen Mitteln getragen.

Betreut und betrieben wird die Vega-Sternwarte von der „Arbeitsgemeinschaft Astronomie“ mit etwa 25 ehrenamtlich Tätigen unter der Leitung von Helmut Windhager.

Obwohl erst ein Jahr in Betrieb gibt es bereits etliche Forschungsprojekte, ein Spektroskopie-Labor, sowie regelmäßige öffentliche Führungen, die sich mit oft einigen hundert Interessierten aus dem In- und benachbarten Ausland reger Beliebtheit erfreuen. Die Sternwarte kann aber auch für Events gemietet werden.

Der Programmpunkt „Beobachtungen auf der Sternwarte“ musste leider wegen der abends zumeist geschlossenen Wolkendecke entfallen
– ein Grund wieder zu kommen!

Mehr dazu www.hausdernatur.at/de/astronomie.html

 

3. Die Themen: Lichtverschmutzung und Visuelles Beobachten

Die Präsentationen sind hier thematisch zusammengefasst, entsprechen also nicht der chronologischen Reihenfolge.

3.1 Aus den Wissenschaften

3.1.1. Lichtverschmutzung und Lösungsansätze (Stefan Wallner, Universität Wien)

Bereits Anfang des 20. Jh. erkannte der Astronom Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien das Problem: Die Sichtbarkeit der Sterne hängt unmittelbar mit der Straßenbeleuchtung zusammen.
Stefan Wallner berichtete über die Schwerpunkte der Forschung und aktuelle Ergebnisse zur Lichtverschmutzung (LV) in Österreich und weltweit, auch über die Entstehung von „Dark Sky Parks“.

  • Was verstehen wir unter Lichtverschmutzung?
  • Wie wird die Himmelshelligkeit gemessen? (in magnitude [mag], physikalische Einheit: Lux [lx] )
  • Welche Folgen hat die Lichtverschmutzung (LV)?
    Nachweislich hat die LV einen großen Einfluss auf nachtaktive Tiere, besonders Insekten sind stark gefährdet. Aber sie beeinflusst ebenso den Menschen, der Tag-Nacht-Rhythmus (Zirkadianer Rhythmus) wird gestört.
  • Ist die Umstellung von Straßenlaternen auf LED wirklich optimal?
    Aktuell werden in einigen Städten die früheren Natriumlampen auf LED umgestellt. Sie sparen Energie und sind kostengünstiger.
    Dabei ist aber auf die Farbtemperatur der LEDs zu achten: LEDs bis 3000K haben einen höheren  gelb-orangen und geringeren blauen Anteil, sie sind deshalb für Menschen sehr viel gesünder als jene mit 4000K oder mehr, die einen deutlich höheren Blauanteil haben.

> Was können wir tun?

Eine ganze Menge, z.B.

  • Anwendung der richtigen LEDs (1800 bis 3000K)
  • Dimmung und Nachtabsenkung
  • Bewegungsmelder
  • Keine Lichtabstrahlung über dem Horizont, dh. keine Kugellampen


Der „Österreichische Leitfaden für Außenbeleuchtung“ enthält genaue Angaben und Hinweise für Licht, „das mehr nützt als stört“
Download: Leitfaden_Aussenbeleuchtung.pdf


3.1.2 Naturnacht - wo man sie noch findet
Christoph Goldmann (Kuffner-Sternwarte, NHM, IDA Austria)

Christoph Goldmann stellte das interdisziplinäre Projekt „Lebensraum Naturnacht“ vor. Denn die „Natur-Nacht“ ist genauso wie die „Nacht-Natur“ stark gefährdet. Deshalb soll der Nachthimmel als ein zu schützendes Gebiet erkannt werden.

Positive Beispiele sind Schutzgebiete, „Sternenlicht-Reservate“:
•    das Wildnisgebiet Dürrenstein
•    der Nationalpark Kalkalpen in OÖ
•    Großmugl

Mittlerweile können die Quellen der Lichtverschmutzung mittels Satelliten und Drohnen ein-deutig bestimmt werden: Oft sind es nur einige wenige Gebäude, die den Großteil der Lichtver-schmutzung erzeugen (häufig Kirchen).
Auch weltweit werden die Veränderungen am Nachthimmel untersucht und im „New World Atlas of Artificial Night Brightening“ dokumentiert.

Was können wir tun?
„Retten was zu retten ist“ durch regionales Engagement, Rücksichtnahme, Selbstbeschrän-kung, u.v.a.

Mehr dazu: projekt_lebensraum_naturnacht



3.1.3    Asteroseismologie - Beobachtung und Studium variabler Sterne wie unserer Sonne
Paul Beck, Universität Graz

Asteroseismologie erforscht den Aufbau und die Evolution von Sternen, indem sie „Sternwellen“ untersucht.
Die Helioseismologie untersucht die Sonne, in deren Schichten sich unterschiedliche „Wellen“ bewegen: Sie durchlaufen den Stern und bilden bestimmte Schwingungsmuster. Diese setzen sich auch im Vakuum des Alls fort und können auf der Erde aufgefangen und analysiert werden. Durch immer bessere Messmethoden erweitert sich der Bereich der Asteroseismologie beständig.



3.1.4    Die 10 ungelösten Rätsel des Universums. Oder: „ich weiß, dass ich nicht(s) weiß ...“
Norbert Frischauf, CERN Genf

Norbert Frischauf nahm uns mit auf eine spannende Reise zu den Grenzen unserer menschlicher Vorstellungskraft, hin zu den Extrembereichen unseres Universums.
In der Welt des Größten ist diese Grenze für uns die „Lichtmauer“ bei etwa 9,3 x 1026 m.  (Relativitätstheorie). In der Welt des Kleinsten ist es die Planck-Länge von 1,6 x 10-35 m, die durch die Quantenphysik definiert wird. Leben – so wie wir es kennen - findet wahrscheinlich nur in dem „mittleren“ Bereich statt, der durch die Klassische Physik beschrieben wird.

Die  meisten Rätsel finden sich an den Randbereichen dieses Spektrums, aber drei betreffen auch uns selbst:
Was ist Bewusstsein und wie funktioniert es? Wie ist das Leben entstanden? Und: Sind wir alleine im Weltall?

Vier der Rätsel betreffen die Welt des Kleinsten, die Quantenphysik:
Wo kommen die höchstenergetischen Teilchen her? Gibt es ein unteilbares Teilchen, ein atomos? Sind superschwere stabile Kerne möglich? Was ist unter der Wellen-funktion zu verstehen?

Weitere drei Rätsel betreffen den Makrokosmos, das was um uns herum ist:
Was ist Realität? Was war vor dem Urknall? Was ist Dunkle Materie und Dunkle Energie?

Fazit:  Wir leben in einer interessanten Welt …


3.2    Aus der Praxis

3.2.1    Visuelle Beobachtung unter Stadtrand-Himmel
Gottfried Gerstbach, ÖAV und TU Wien

Angeregt durch die inneren Widersprüche, dass wir selbst auf der Suche nach „guten Plätzen“ zum Beobachten erst recht wieder die Umwelt verschmutzen, machte uns Gottfried Gerstbach das visuelle Beobachten in verbautem Gebiet schmackhaft: Sogar von der Stadt aus gibt es - mit etwas Geduld - eine Menge zu sehen!

Vorteile
•    Naturnahes Erleben, kurze Wege
•    weniger Licht- und Umweltverschmutzung
•    kostengünstig und flexibel
•    Himmelskontakt mit allen Sinnen
•    Das Auge „lernt“: es macht Freude allmählich immer mehr zu entdecken, zB bei Sternhaufen ….

Fazit: Auch mit wenig oder gar keiner Technik lässt sich der Himmel genießen!

Empfehlung: Führen eines Beobachtungsbuches,denn Skizzen und Notizen vertiefen die Erfahrung

[Beispiele von Skizzen]:



3.2.2    Beobachtungsplanung mit dem ObjectTracker/CCD-Guide
Bernhard Hubl, Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut

Seit 1997 veröffentlicht der Astronomische AK Salzkammergut jährlich eine DVD „CCD-Guide“ mit 5000 Aufnahmen von 52 Fotografen und der Software „ObjectTracker“.  
Der CCD-Guide hat eine Auflage von 250 Stk / Jahr und findet mittlerweile Abnehmer in 23 Länder, darunter sind auch Zeitschriften.
Die umfangreiche Datenbank enthält 1100 bekannte und auch weniger bekannte  Himmelsob-jekte. Er hilft Einsteigern und versierten Beobachtern bei der Beobachtungsplanung, auch von Deep Sky-Objekten. Weil zahlreiche Kriterien berücksichtigt werden (wie Dämmerung, Mond, Objekthöhe, etc) können für die gewünschten Objekte ideale Zeitfenster bestimmt werden.

Mehr dazu:  ccdguide.com


3.2.3    Der Gahberg-Katalog 2020
Rudolf Thiemann, Wels

Der Gahberg-Katalog enthält eine Sammlung von etwa 220 Himmelsobjekten, die von der Sternwarte Gahberg bzw. vom 48. Breitengrad aus (also mit einer Deklination   -30°) visuell interessant sind: Dazu gehören die Objekte des Messier- und des Caldwell-Katalogs, sowie weitere „schwierige“ Objekte und Geheimtipps. Sie sind nach Sternbild und Rektaszension gereiht.

Erscheinungsdatum: voraussichtlich März 2020

3.2.4    Visuelle Beobachtungen und Lichtverschmutzung im Industrieviertel
Gerald Biribauer, BAA

Gerald Biribauer erzählt über Erfahrungen beim Beobachten von verschiedenen Standorten in Nö (Neunkirchen, Bucklige Welt, Hohe Wand und Schneeberg)


3.2.5    Astrofotografie an der Vega-Sternwarte
Rochus Hess, Salzburg

Die Arbeitsgruppe „Astrofotografie“ besteht aus 7 Personen. Rochus Hess berichtete über aktuelle Projekte, die verwendeten Teleskope, Kameras, Software, sowie erste Ergebnisse.
Das größere Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 1.000 Millimetern und einer Brennweite von 7.000 Millimeter. Abhängig vom Okular sind bis zu 1000 fache Vergrößerungen möglich, dadurch können auch weit entfernte Objekte beobachtet und fotografiert werden. Das kleinere Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 400 Millimetern. Damit sind bis zu 300 fache Vergrößerungen möglich, es wird für nähere Himmelsobjekte verwendet.
Durch die großen Optiken sind sehr lange Belichtungszeiten möglich

Einige Fotos auch auf  https://www.hausdernatur.at/de/astrofotografie.html



4    ÖTA: Rückblick und Vorschau auf 2020

Johannes Stübler präsentierte einen Rückblick auf vergangene Tagungen: Schon 1971 gab es ein Österr. Amateurastronomen-Treffen in Linz.
 

Vorschau ÖTA 2020 in Linz

Datum: 22.-25. Okt. 2020

Thema: „Himmel in Bewegung – von Astrolabien bis zu Beweglichen Sternen“

Ort: Ars Electronica Center, Linz


5    Schlussdiskussion

Was bewegt Amateurastronomen und Amateurastronominnen?
> Siehe Extrabericht von Gottfried Gerstbach

 

6    Vereine stellen sich vor

Die Präsentationen von einigen Vereinen und Einzelprojekten aus den Bundesländern zeigten ein lebendiges und vielfältiges Bild von Aktivitäten mit recht unterschiedlichen Strukturen

  • Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut (Erwin Filimon)
    Seit 1980, Vereinssternwarte am Gahberg bei Weyregg am Attersee
    www.astronomie.at/
    Der 1. Sternenpark Österreichs als Teil des „Naturpark Attersee-Traunsee“ ist in Planung:  http://sternenpark.at
  • Sternwarte Gmunden AURIGA – Traunseeastronomie (Moritz Haslbauer)
    www.auriga.co.at
  • Kepler-Sternwarte Linz (Erwin Günther)
    seit 1947, www.sternwarte.at/
  • Sternwarte und Astro-Station Hochbärneck, NÖ (Alexander Hochstöger, Roman Hausberger)
    Seit 2003, www.astrostation.at
    Buch von A. Hochstöger: „Mein Griff zu den Sternen“
  •   NÖ Amateurastronomen, Verein Antares  (Franz Klauser)
    Seit 1996, Projekt „VisBeo“ der Sternwarte Michelbach
    www.noe-sternwarte.at
  • Planetenweg Puchenstuben, NÖ (Franz Klauser)
    https://www.puchenstuben.at/sommertourismus/den-sternen-am-naechsten/
  • Burgenländische Amateurastronomen, BAA (Gerald Biribauer)
    Seit 1992, www.alrukaba.at
  • Astronomische Vereinigung Kärnten, AVK (Christian Zechner)
    Seit 1965, Sternwarte Klagenfurt und SW Gerlitzen
    www.avk.at



Herzlichen Dank!

  …. an Helmut Windhager und sein Team für ihren Einsatz und großzügige Gast-freundschaft: Aufgrund einiger Sonderwünsche, Planänderungen und Nicht-Vorhersehbarem war ein große Flexibilität und auch Humor erforderlich.
  …. an Gottfried Gerstbach und den ÖAV für Initiative und enthusiastische
Hartnäckigkeit, die Idee auch zu verwirklichen.
  … an alle Referenten für ihre aktuellen und spannenden Vorträge.
  … an alle teilgenommenen Personen, die durch ihre Präsenz und Beiträge den Austausch bereichert haben.

 

Bericht: Erika Erber
Fotos: Erika Erber, Gottfried Gerstbach, Hans Reifberger, Hilmar Ott
Ergänzungen, Anmerkungen, Korrekturen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Themen der nächsten Referatabende sind:

18. Mai: Beobachtungsberichte der Mitglieder. Mehrere Berichte von jeweils 5 bis 15 Minuten. Bitte bis 10. Mai bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden! Derzeit (6.5.) sind erst 4-5 Themen angemeldet (visuelle Beobachtung in 2-3 Bereichen, Reise nach Namibia, Mondfinsternis) -- es ist also noch Platz für > 3 Beiträge.
 

15. Juni Tommy Nawratil: "astronomisch Fernsehen" -- Beobachten mit Laptop und Kamera.
Nawratil ist ein erfahrener Berater bei "Teleskop Austria" und ein bekannter Astro-Fotograf.
 

Sondertermin:
17. Mai, 19h bei der BAA in Sauerbrunn, Restaurant Neubauer: 
Gottfried Gerstbach zum Thema "Was visuelle Beobachtungen der Astrofotografie voraus haben".
(mit vielen Beispielen ... wohl ein spannender Abend in der "Höhle der fotografischen Löwen" ;-)

 

Die bisherigen Referatsthemen des Astrovereins waren:

13. April: Wolfgang Schröter, "Beobachten mit einfachen Mitteln"
(ein kurzer Bericht siehe "Referate")

9. März: Mag. Franz Vrabec, "Polaris, ein ungewöhnlicher Cepheide"
Der Polarstern ist nicht nur ein Doppelstern, sondern ein spektroskopisches Mehrfachsystem. Der Hauptstern ist ein Cepheide mit kleiner, veränderlicher Amplitude. Die Bestimmung seiner Entfernung (und damit seiner physikalischen Kenngrößen) ist schwierig, für den Astrometriesatelliten GAIA ist er zu hell ...

16. Feber: Dr. Georg Zotti, "Stellarium -- das Planetariumsprogramm für Amateurastronomen"
Das bekannte Freeware-Programm, an dem Zotti mitarbeitet, kann praktisch alle Anforderungen der Beobachtungspraxis und für Präsentationen erfüllen: Sternkarten mit bis zu 600.000 Sternen und variablen Inhalten, ergänzende Sternkataloge bis 18 mag, fotorealistische Darstellungen, Ephemeriden und Bahnberechnungen für Vergangenheit und Zukunft, Erstellung von Animationen, Grafiken, Beobachtungsplänen usw.

Mag. Helmar Böhnlein: "www.planet.wien -- ein neuartiger Planetenweg mit Augmented Reality"
Der in Entwicklung befindliche digitale Planetenweg wird Sternfreunde und Touristen zum Begehen der Planetenbahnen animieren, mit vielen Details und Hinweisen auf benachbarte Sehenswürdigkeiten. 
Die Sonne wird von der goldenen 8-Meter-Kuppel der Secession dargestellt.

12. Jänner: Dipl.-Ing. Kurt Descovich, "Gravitationswellen ais der Sicht eines Physikers"
Eine launige Einführung ins Verständnis dieses neuesten Forschungsgebietes, mit technischen Einblicken sowie zahlreichen Diagrammen und Beispielen.

 

 

 

Wolfgang Schröter berichtete am 13. April 2019 aus seiner langjährigen Beobachtungstätigkeit. Sein Interessensschwerpunkt liegt bei freisichtiger Beobachtung (Meteorschauer) bzw. bei Beobachtung mittels Feldstecher (Mond, Sternhaufen), wobei er seine Ausrüstung kompakt in einem Traggeschirr verstauen und so auch mit der Bahn zu dunkleren Beobachtungsorten fahren kann. Aus Sicherheitsgründen bzw. zur besseren Sichtbarkeit im Dunkeln sind alle Geräte, Stativbeine etc. mit Reflektoren und teilweise phosphoreszierenden Klebebändern beklebt.

Zur Vorbereitung unerläßlich: Österreichischer Himmelskalender (Prof.Mucke; die Nachfolge dieser Publikation ist ungewiß!) oder Himmelsjahr, Sternkarte, Himmelsglobus.

Im Feld: Notizheft oder Klemmbrett am Halsband, rote Stirnlampe, Kompaß. Zur Längenbestimmung von Meteorbahnen hat er einen "Schnur-Oktanten" entwickelt, mit dem er Winkel auf 1-2° messen kann, auch im Dunkeln.

Schnur-Oktant

Mit Textil-Klebeband hat Schröter Streulichtblenden für seine Feldstecher fabriziert. Das große Fernglas 15x80 ist am Fotostativ mit doppeltem Kugelgelenk montiert, kleinere können auch auf ein Mono-Stativ (oder improvisiert: Wanderstock mit rutschfestem Lappen!) aufgelegt werden.

Digitalkameras erlauben einfache Fotografie mit feststehender Kamera und wenigen Sekunden Belichtungszeit. Statt Zoom ist Festbrennweite zu empfehlen: besseres Öffnungsverhältnis und schärferes Bild. Bei großem Höhenwinkel kann außerdem der Fokus mancher Zoom-Optiken während der Aufnahme verrutschen.

Vieles an Zubehör kann mit einfachsten Mitteln selbst gebastelt werden, und die Lösungen des Vortragenden sorgten noch lange nach dem Vortrag für lebhafte Diskussion.