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Astro Tagung 2019

18./19. Oktober 2019 in Salzburg, Vega-Sternwarte,
Generalthemen sind "Lichtverschmutzung" und "visuelle Beobachtung"

Details zur Tagung

Veranstaltungen

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Astronomisches Büro

Das Astronomische Büro wurde 1907 von Univ.-Prof. Dr. Oswald Thomas in Kronstadt (Siebenbürgen) gegründet und 1913 mit Thomas' Berufung nach Wien verlegt. Es diente vor allem der Sammlung heller Meteor-Beobachtungen (Feuerkugeln) und der Berechnung ihrer Bahnen. Die Meteorastronomie ist bis heute ein Schwerpunkt des Österr. Astrovereins (Errichtung und Betrieb der Meteorstation Martinsberg). 

Ende der 1950er wurde Hermann Mucke Mitarbeiter des Astronomischen Büros und übernahm es 1963 als Eigentümer und Leiter -- bis zu seinem Tod im März 2019. Als Leiter des Wiener Planetariums und zusammen mit dem Astroverein, dem Mucke als Berater und Sekretär eng verbunden war, arbeitete er an astronomischen Fachthemen, an Veranstaltungen und Veröffentlichungen sowie 1997/98 am Aufbau des Freiluftplanetariums (Sterngarten am Georgenberg, Wien 23). Näheres siehe "Hundert Jahre Astronomisches Büro" im Sternenboten 5/2007 sowie "Erinnerungen an Oswald Thomas" im Sternenboten 8/2004.

 

Hermann Mucke

Mit großer Trauer vernahmen wir am 12. März 2019 die Nachricht vom Ableben Hermanns.

Über Jahrzehnte hinweg verstand er es, unzählige Besucher auf dem Flakturm in Mariahilf, später im Planetarium, auf der Urania-Sternwarte, auf dem Sommerhaidenweg und zuletzt in seinem Sterngarten an die "obere Hälfte unserer Umwelt", den Sternenhimmel heranzuführen. Alle, die ihn in dieser Zeit ein Stück begleiten durften, möchten ihm ein gutes Andenken bewahren.

Seine Tätigkeit und Persönlichkeit wurde in vielen Nachrufen gewürdigt, unter anderem

Die Tätigkeiten des Astronomischen Vereins waren bis 2018 durch Personalunion des langjährigen Vereinssekretärs und Geschäftsführers Hermann Mucke eng mit dem Astronomischen Büro verbunden. Seit den 1970er-Jahren fanden 25 "Sternfreunde-Seminare" zu Themen der beobachtenden Astronomie statt, die allen Hobbyastronomen offen standen. Die Referate und Praktika hielten Vereinsmitglieder unter Leitung von Prof. Mucke; ihre 100 bis über 200 Seiten starken Dokumentationen waren bis 2018 - soferne noch aktuell - für Interessenten über das Astronomische Büro erhältlich. Nach Muckes Tod wird wahrscheinlich ein Teil der Skripten über den Astroverein erhältlich sein. Die Themen der Sternfreunde-Seminare waren:

1980: Kometen
61 Seiten, €8.-
1981: Mond
101 S., €11.-
1982: Kleinplaneten
103 S., €11.-
1983: Doppelsterne
106 S., €11.-
1984: Sonne
152 S., €14.-
1985: Himmelskunde und Kleinrechner
133 S., €13.-
1986: Meteore
170 S., €15.-
1987: Veränderliche
188 S., €16.-
1988: Galaxien
150 S., €13.-
1989: Planet Erde
206 S., €18.-
1990: Milchstraße
132 S., €13.-
1991: Sonnenuhren
165 S., €15.-
1992/93: Moderne Astronomische Phänomenologie
238 S., €21.-
1994: Astronomische Phänomenologie: Fakten, Probleme, Hilfen
186 S., €17.-
1995: Himmelskundliche Beobachtungen und Weltbild
110 S., €11.-
1996: Fortsetzung Seminar 1995
142 S., €14.-
1997: Angewandte Astronomische Phänomenologie
102 S., €12.-
1998: Fortsetzung Seminar 1996: Weltraumtechnik
178 S., €17.-
1999: Astronomische Finsternisse. Theodor Ritter von Oppolzer-Gedächtnisseminar.
208 S., €22.-
2000: Himmelskundliche Beobachtungen
137 S., €17.-
2003: Internationale Fachabende: Das Astrolabium, Beobachtungs- und Rechengerät freisichtiger Himmelskunde
216 S., €28.-

Das Astronomische Büro publizierte von 1957 bis 2019 alljährlich den "Himmelskalender" für Österreich und bis 2018 einen "Tierkreis-Planetenkalender", sowie seit 1958 die Monatsschrift "Der Sternenbote". Ein über das klassische Werk von Theodor Oppolzer weit hinaus gehender "Canon der Sonnenfinsternisse (-2003 – +2526)" sowie der "Canon der Mondfinsternisse (-2002 – +2526)" erschienen in mehreren Auflagen, ferner einige Monographien und die  "Astronomische Kurzkalender 1900-2000" und "Astronomische Kurzkalender 2001-2051". Zur Unterstützung der Sternführungen gibt es von H. Mucke die "Himmelskunde im Freiluftplanetarium Wien" mit kleinem Sternatlas, monatlichen Sternkarten und Beobachtungsanleitungen.

Die Bestellungen erfolgten bei Prof. Hermann Mucke direkt,
A-1230 Wien, Hasenwartgasse 32 -- wo er auch seine (von außen sichtbare) Dachsternwarte hatte.
Die eMail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und die langjährige Homepage http://www.astronomisches-buero-wien.or.at werden allerdings demnächst stillgelegt. Wieweit ein Teil der Funktionen des Astr. Büros und die Lieferung einiger Publikationen weitergeführt werden kann, ist noch offen.