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Der Himmel im Juni:

Astronomische Übersicht
  
Wie im Mai zeigt auch der Juni keine Planeten am Abendhimmel. Doch vor Sonnenaufgang gibt es eine nicht ganz einfache ”Planetenparade” mit allen außer Venus: angeführt von Saturn (ab 2 Uhr), gefolgt von Mars und in der Morgendämmerung von Jupiter und Merkur. Dazwischen im Feldstecher auch Neptun  und Uranus. 
 
Am nordwestlichen Abendhimmel sieht man noch zwei Sterne des Wintersechsecks (Pollux und Capella). Auch Krebs und Löwe neigen sich schon dem Westen zu. 
Der Große Wagen steht hoch über unseren Köpfen und weist mit seinem Deichselschwung zum Bärenhüter und weiter zur Jungfrau (Sternbild des Monats). Im Osten steigen Herkules, Leier und Schwan empor. Der kleine Wagen steigt vom Polarstern steil in die Höhe, während die Kassiopeia ihren nördlichen Tiefstand hat.
 
Planeten und Mond:
  • Merkur geht zu Monatsbeginn kurz vor der Sonne auf und wird dann unsichtbar (obere Konjunktion am 14.6.). Ende Juni beginnt eine bescheidene Abendsichtbarkeit.
  • Auch Venus steht jenseits der Sonne – am 4.6. in oberer Konjunktion.
  • Mars in den Fischen steht unauffällig am Morgenhimmel und geht anfangs 2 Stunden vor der Sonne auf, zu Monatsende 3 Stunden. Am 3.6. zieht die schmale Mondsichel 3° links am Mars vorbei.
  • Jupiter befindet sich noch jenseits der Sonne. Erst zu Monatsende taucht er in der Morgendämmerung auf.
  • Saturn im Wassermann ist der einzige gut sichtbare Planet, sein Ring ist aber bereits schmal. Er verschiebt seine Aufgänge von 2 auf 0h MESZ. Am 30.6. kommt er in den Stillstand und beginnt damit seine alljährliche Schleife (Opposition am 8.9.)
  • Uranus im Stier steht noch zu nahe an der Sonne, doch
  • Neptun in den Fischen wird zu Monatsende morgens im Feldstecher sichtbar, rund 10° links von Saturn.
  • hellste Kleinplaneten: Ceres im Schützen, Pallas im Herkules.

Mondphasen:

  • Neumond (Nr.1254) am Mi 8.5., Erstes Viertel am Mi 15.5., Vollmond am Do 23.5., Letztes Viertel am Do 30.5. (Fronleichnam)
     

Näheres zum Abendhimmel und Beobachtungstipps: hier klicken

Einige besondere Beobachtungen

2024:

Nordlichter im Mai

Die riesigen Sonnenflecken und starken Sonnenstürme haben am 10.5. Nordlichter erzeugt, die in ganz NÖ bis in die Steiermark zu sehen waren. Viele Sternfreunde konnten sie beobachten und auch fotografieren. Am 11.5. waren im Sterngarten aber nur ab 23h einzelne schwache Strahlen sichtbar. Anfangs noch bewölkt, haben wir uns daher dem Nachzeichnen der jahreszeitlichen Sonnenbahnen gewidmet, dann den Frühlingssternbildern und ihren Mythen (F.Strohmayer). Zuletzt war auch hoch im Süden der Coma-Sternhaufen gut zu sehen – besonders für jene, die sich mit dem Feldstecher auf den Boden legten.

Hier zwei Fotos unserer Mitglieder Michael Jäger (Meteorstation Martinsberg) und Prof. Franz Kerschbaum (Sonnenfleck ca. 200.000 km groß):
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Michael Jäger zum Foto vom 10.5. (nach einer Sternführung in Martinsberg):

Viele Leute sind gegen 23 Uhr, als sich der erste (Sonnen)Sturm gelegt hatte, gefahren. Aber vor Mitternacht ging's so richtig los. Dabei kündigte sich das Event an: Am gesamten Nordhorizont lag ein heller, strukturloser grünlicher Streifen, als ob Martinsberg sich nahe einer Großstadt befindet.
Eine halbe Stunde später stieg dieser Streifen empor und es kamen jede Menge Nordlichter zurück. Dass wir in Österreich in dichter Abfolge über den gesamten Himmel bläuliche und rote Lichtsäulen, grünliche Knoten sehen können, war nicht zu erwarten. Das ging eine Stunde so. Um 1 Uhr bin ich heim, ich hatte nach 3 Stunden Nordlichter genug.

Komet Pons-Brooks im April

Am 2.4. trafen sich 13 Mitglieder am Rosenhügel (Wien 13) zu einem Teleskop-Abend. Komet Pons-Brooks war trotz geringer Höhe gut sichtbar, in der Koma waren visuell (bei 100x) einige Verdichtungen erkennbar, der Schweif aber nur ansatzweise (auf Michaels lang belichtetem Foto Ende März ~3° lang). Bei Jupiter hat uns um 21:45 das Auftauchen von Io aus dem Planetenschatten überrascht, ebenso der Formationsflug zweier Satelliten. Ein grünes Kügelchen namens Uranus und der Vergleich dreier sehr unterschiedlicher Sternhaufen bildeten den Abschluss.

Auch im Sterngarten am 6.4. wollten 30 Sternfreunde den Kometen sehen. Man sah ihn zwar in den Teleskopen, aber nur mehr als kleines Wölkchen. "Zum Trost" widmeten wir uns nachher abermals dem Jupiter, dem Uranus sowie einigen Sternhaufen und farbenfrohen Doppelsternen.

2023:

Venus-Bedeckung am 9.November

Am 9.11. vormittags bedeckte der Mond die Venus – im Feldstecher oder Fernrohr war das Ereignis gut zu beobachten. Wenn man am blauen Himmel erst einmal den hellen Planeten  gefunden hatte, war daneben auch die sehr schmale Mondsichel zu erkennen. Hier eine Simulation mit Stellarium.
Im Sterngarten begann die Bedeckung um 11:03, nach 45 Sekunden war die wie ein kleiner 3/4-Mond sichtbare Venus am Mondrand verschwunden. Das Wieder-Auftauchen um 12:18 am unsichtbaren Mondrand gegenüber war hingegen wegen dünner Cirrus-Wolken erst nach einigen Sekunden zu bemerken. 

Wem die ungewöhnliche Beobachtung gelang, wird sie wohl lange in Erinnerung behalten!  GG

Die sehr helle Feuerkugel vom 15. Juli

war mit 70 km/s extrem schnell und war daher schon in 140 km Höhe zu sehen. Dadurch wurde sie allein in Österreich von hunderten Sternfreunden beobachtet: Von 40 Meldungen ins IMO-Netz kamen 26 aus Österreich. Den mancherorts vermuteten Meteoritenfall gab es jedoch nicht. Einen Bericht finden Sie im Menü "Meteore".

Perseiden 2023

Unsere Sternschnuppen-Abende am 11. und 12. August im Sterngarten waren heuer so gut besucht wie noch nie. Wohl wegen unserer Werbung in Facebook und Twitter/Mastodon, durch zwei Interviews (Gemeinde-TV im Mostviertel und Bezirksblätter im Wiental) und nicht zuletzt wegen der guten Wetterprognose.

  • Freitag 11.8.:  80 Anmeldungen (viele südländische Namen – via Facebook?) mit ca. 60 Begleitpersonen. Gekommen sind knapp 100 Leute, viele mit Kindern. Erste helle Sternschnuppen 21:30 gleich im Doppel, dann pro halber Stunde etwa 10, steigend auf über 20, zwischendurch Wolken. Insgesamt bis 24 Uhr über 70 Perseiden, drei bes. hell –2 mag. einige mit "Rauchspur"  
  • Samstag 12.8.:  100 Anmeldungen (ausgebucht, ~70 Begleitpersonen genannt), gekommen sind über 150 Personen (ca. 30 Kinder, um 22:30 ~130 Leute). Viele Fragen, tolle Stimmung, jede Sternschnuppe wurde (wie erbeten) freudig begrüßt, die hellsten richtig bejubelt. Etwa 1/3 heller als 1. Größe. Insgesamt bis 0:30 Uhr 110 Perseiden (20–50 pro Stunde, etwas mehr als bei Grenzhelligkeit 4.5 mag zu erwarten).
  • Sonntag 13.8. (kurzfristig privat angekündigt, 20-25 Besucher plus 5 AV-Mitglieder): von 21:25 bis 24:00 (25 bis 6 Beobachter) insgesamt 80 Perseiden (davon 3 Blitzer) plus 2 helle sporadische Meteore.
  • Mo 14.8. (meine Dachterrasse Wien 13) zwei halbe Stunden: 23 Uhr 4 Perseiden (d.h. für ganzen Himmel ~15), 1h 5-6 Perseiden (auf wolkenlos hochgerechnet ca. 25 pro Stunde) mit +3 bis 0 mag, plus 1 sporadischer Meteor –1 mag.

Wie ich hörte, beobachteten auch andere Gruppen, unter anderem
*  am 12.8. der Verein Kuffner-Sternwarte in der Weinviertler "Lichtoase" Großmugl  (zwei Freunde mailten mir, sie sahen 20 bzw. 30 pro Stunde)
*  der Verein Antares (St. Pölten) bei der NÖ Volkssternwarte in Michelbach
*  Natürlich auch unser Meteor-Spezialist Wolfgang Schröter in den Weinbergen bei Klosterneuburg. Er sah am 13.8. von 0 bis 2 Uhr etwa 50 Perseiden,
*  und Franz Klauser (Puchenstuben). Von ihm stammt dieses Foto um etwa 3h früh (oben Capella und die Plejaden).