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Mit freiem Auge (Sommer 2023):

  • Wo geht die Sonne unter – und wo am nächsten Tag? Der Unterschied kann mehr als den Sonnendurchmesser (0,5°) betragen!
    • An der Untergangsstelle 1 Jahr später kann man daher die Jahreslänge auf mindestens 1 Tag genau bestimmen. So konnten die Babylonier in 200 Jahren 0,005 Tage erreichen! Besonders genau ist diese Methode im März/April und im September/Oktober.
  • Wie lange kann man im Freien noch Zeitung lesen – und wie lange 1 Monat später? ("bürgerliche Dämmerung")
  • Wann erscheint der Mond genau halb? Abends (manchmal auch nachmittags) wäre dies zu sehen am 22.9. ab ~19h und am 19.12. ab ~18h.
    • Aus solchen Beobachtungen erhielt Aristarch 230 v.Chr. die Sonnendistanz zu 20-facher Monddistanz. Im Vorjahr haben 15 unserer Mitglieder die Zeit der Halbphase geschätzt – die Werte variierten um 1-2 Stunden. Das Mittel ergab 350-fache Monddistanz (statt genau 390)
  • Wie gut ist mein Sternhimmel in der Stadt? Wenn im Kleinen Wagen nur 3 Sterne sichtbar sind –> Grenzhelligkeit = 3 mag. Bei 5-6 Sternen 4.2 mag (Stadtrand); bei 7 Sternen 5 mag, bei 10 Sternen 6 mag (Hochgebirge). Die Milchstraße sieht man ab 4.5 mag.
  • Sternbilder finden an Sommer-Abenden:
    • Großer Wagen im Nordwesten. Dem Deichselschwung folgen zum gelben Arktur (Bootes) und zur blauweißen Spica (Jungfrau; nur bis Juli sichtbar)
    • Cassiopeia Im Nordosten: im Juli 30-40° hoch, im Sept. 60°
    • Sommerdreieck: Schwan (nördl. Kreuz) und Lyra (mit Wega) zenitnah, Adler im Süden ~50°. Milchstraße längs des Schwans
    • Drache: windet sich zwischen großem und kleinem Wagen zum Kepheus und dann links zurück zu Wega und Herkules, den er anfaucht, Seine Augen funkeln rot und grünlich (weniger auffällig).
  • Tief im Süden stehen im Juli-August Schütze (galaktisches Zentrum) und Skorpion (roter Riese Antares), darüber Adler und Schlangenträger.
  • Planeten: im Südosten Saturn, später auch Jupiter. Venus ab Ende August Morgenstern. Von Juli bis Dezember Jupiters Oppositions-Schleife (Cetus / Widder), evtl auf Sternkarte einzeichnen.
    • Dazu die eigene Faust als Winkelmesser: Arm strecken, Faust = ca. 8 Grad (3+2+3°); Handspanne ca. 20°

Mit dem Feldstecher:

  • Wie groß ist das Gesichtsfeld? Langsam rundherum schwenken –> 360° / Zahl der aneinander gereihten Gesichtsfelder
  • Wie weit sind daher die Sterne im Großen Wagen voneinander entfernt? Vergleiche dein Ergebnis mit einer Sternkarte
  • Wieviel Sterne sehe ich im Gesichtsfeld hoch am Himmel, wieviele in Horizontnähe? Der Lichtverlust heißt Extinktion
  • Doppelsterne: Mizar-Alcor (Gr.Wagen, schon freiäugig), zenitnah ε Lyrae (links von Wega; im Teleskop 4-fach), ß Lyrae, Beta in Schwan und Steinbock (jeweils orange-blau !), Ny Dra (im Drachenkopf)
  • Kugelsternhaufen: M13 im Herkules-Viereck (halbhoch im Westen), M5 Schlange, M16 Pegasus, M22 Schütze. Offene Sternhaufen M39 im Schwan bei Deneb, M6+7 Skorpion, M24 Schütze, M11 (Wildenten) in der Schildwolke, Berenike (s. unten) und Doppelsternhaufen h/Chi Persei (Nordost, halb zur Cassiopeia)
  • Nebel: Andromeda M31 (evt. freiäugig), Dreiecks-Galaxie M33; Gasnebel M8 im Schützen, Hantelnebel M27 im Füchslein
  • Genussreich: die Milchstraße quer über den Himmel: Perseus (NE) – Cassiopeia – Kepheus – Schwan (nahe Zenit) – Zweiteilung (Dunkelnebel) – Adler – Schildwolke – Schütze 🙂. Ferner Halbkreis der Krone (links von Bootes) – und 20° rechts von Arktur das Haar der Berenike: 20 Sterne von 4.2 bis 5.5 mag!

Beobachtungstipps anderer Institutionen:

* Aschgraues Mondlicht ("Erdlicht", 2-4 Tage nach Neumond) und Planetarische Nebel: [spektrum.de]
* Aufsuchkarten der großen Planeten: [spektrum.de]
* Die Dreiecksgalaxie M33, Nachbarin des Andromedanebels: [Astronomie.de]
* Beobachtungstipps von Christian Pinter in seinem "Himmelszelt
* Astronomie-Fans: 11 Tipps für Einsteiger
* Kalender 2021 "Sterne, Mond, Planeten" (Maria Pflug-Hofmayr): https://www.starobserver.org/kalender

Tipps für die kleine Privatsternwarte:

Gottfried Gerstbach, August 2023

Astronomische Übersicht
 
Die Dezember-Abende werden weiterhin von den zwei Riesenplaneten dominiert. Jupiter hatte am 3.11. im Widder Opposition, ist derzeit rückläufig und geht schon nachmittags auf. Um 19h steht er bereits 48° hoch im Südosten und zeigt sein tägliches Spiel der 4 Monde, während Saturn im Südwesten in noch 20-25° Höhe zu sehen ist und zur Monatsmitte gegen 22 Uhr untergeht. Wer den nun schmalen Ring beobachten will, sollte schon vor 18 Uhr beginnen. Die beiden Planeten zeigen die Ekliptik recht genau. Der Mond wandert bei ihnen vom 17. bis 22.12. vorbei.
Venus ist strahlender Morgenstern, ihre Sichtbarkeit endet erst im Februar. Merkur steht zwar am 4.12. über 21° östlich der Sonne, doch die flach liegende Ekliptik verhindert, ihn freiäugig zu sehen. Mars befindet sich noch jenseits der Sonne.
 
Sternhimmel: Im Westen steht um 18h das Sommerdreieck etwa in halber Höhe, während sich die Milchstraße quer über den ganzen Himmel bis zu den ersten Wintersternbildern im Osten zieht. Es kulminieren Kassiopeia, Herbstviereck und Andromeda, und gegen 19h zeigt uns der Oriongürtel seinen fast senkrechten Aufgang. 
Drei Tage nach Weihnachten erreicht der volle Mond eine Deklination von 28°10’, also knapp 5° über der Ekliptik. Daher steht er in diesen Tagen fast 17 Stunden über dem Horizont!
Am 14.12. hat der Meteorstrom der Geminiden sein Maximum – er ist noch stärker als die Perseiden im August, und der Mond stört heuer nicht. Im Sterngarten könnten es stündlich 30-40 Sternschnuppen werden, bei sehr dunklem Himmel über 100. Für Ausdauernde empfiehlt sich eine Liege mit warmem Schlafsack und eine Thermoskanne.

Beobachtungsberichte 2019 und früher

Hier seht Ihr folgende Berichte:

  • Große Konjunktion Jupiter / Saturn im Dezember 2020
  • Riesige Feuerkugel und Meteoritenfall bei Kindberg am 19. November 
  • und der Fund eines kleinen Stücks davon: Bericht und Foto
  • Geminiden (Fotos von F. Klauser und J. Kruse)
  • Jupiter und seine Monde; Saturnringe (25.8.20)
  • Perseidennächte 2020 (bis zu 30 Sternschnuppen pro Stunde)
  • Beobachtungen von Komet NEOWISE (Juli 2020) und Fotos mehrerer Mitglieder
  • Picknick unter Sternen am 5.9.2020 und Gedenkfeier Prof. Mucke – hier anklicken!

Fotos aus den letzten Jahren

Zusammengestellt von Gottfried Gerstbach 
Aufnahmen von G. Gerstbach, Norbert Pachner, Stefan Wallner und Franz Vrabec

Führungen im Sterngarten Georgenberg 2018

bestbesuchte Führung 2018 (Juli-Mondfinsternis)

und gleichzeitig letzte Führung von Hermann Mucke †

Gewitter über Wien vor der Mondfinsternis 27.7.18

(im Sterngarten hatten wir Glück)

Da staunen die Kinder: Franz Vrabec' Ekliptikscheibe Schattenverlauf der Jänner-Mondfinsternis 2019

Exkursionen des Astrovereins 2018-19

Sternwarte Höhenberg, Waldviertel 2018       Kepler-Sternwarte Linz, April 2019
1-Meter-Spiegelteleskop der Vega-Sternwarte
1-Meter-Spiegelteleskop, Salzburg 18.10.19         Kuppel und Doppelteleskop, Urania-Sternwarte Wien        

 

Österreichische Tagung der Amateurastronomen, Oktober 2019 

Durch Mail- und telefonische Kontaktaufnahme zu etwa 15 der Astrovereine Österreichs im Frühjahr 2019 gelang dem ÖAV und der Vega-Sternwarte Salzburg die Wiederbelebung der Tagungsreihe 1975-2000 durch den ÖAV  (siehe Bericht) mit den Generalthemen "Visuelles Beobachten" und "Lichtverschmutzung".

Österreichische Tagung der Amateurastronomen (ÖTA'19), Teilnehmer (ca. 75%) vor der Vega-Sternwarte Salzburg

Eröffnung der ÖTA'19, VEGA-Sternwarte Salzburg 
durch Gottfried Gerstbach und Helmut Windhager

(Foto E. Erber)

Lichtverschmutzung über Wien: 5 Scheinwerfer
beim Stefansdom strahlen ungezielt in den Himmel 

Die "kleine" Sonnenfinsternis am 10. Juni im Sterngarten und in Wien XIII

Trotz sehr kurzfristigem Termin und Arbeitstag kamen 7 Besucher und einige Zaungäste in den Sterngarten (Fotos Erika Erber). Peter Reinhard projizierte die Sonne mit einem 5"-Refraktor auf weißes Papier, damit alle gemeinsam schauen konnten. Sogar eine Sonnenfinsternis mit nur 11% hat ihren Reiz! Die letzten Sekunden des Mondrandes um 13h28 waren aber nur bei stärkerer Vergrößerung erkennbar.

 

Franz Vrabec freut sich, dass der Schatten der Polscheibe pünktlich um 12h55 über die Meridianlinie wandert, während Gottfried Gerstbach auf seiner Dachsternwarte in Wien XIII die Sonne bei 80-facher Vergrößerung beäugt. Da sind von 13h04 bis 13h08 am Mondrand sogar einige Mondberge zu erahnen – die bei 2" Ausfransung etwa 3–5 km hoch sein müssen.