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Österr. Tagung der AmateurastronomInnen

Herbst 2021 in Linz,
Thema "Himmel in Bewegung ..."

18.-19. Okt. 2019 in Salzburg
Tagungsbericht_2019

Veranstaltungen

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Neowise W.Schröter 15.7.20 Wr.Höhenstraße, f=100

Komet Neowise
(C/2020 F3)

Der gemeinsame Beobachtungs-abend im Sterngarten Georgenberg am 17. Juli war ein voller Erfolg:

Nach dem Regen klarte es von Nordwesten her völlig auf, ein erstaunlich dunkler Himmel mit Grenzhelligkeit 5 mag überraschte die etwa 20 Teilnehmer. Gegen 21:45 wurde der Komet in etwa 20° Höhe zwischen den restlichen Wolken sichtbar.

Mit zunehmender Dunkelheit erschien der Kometenschweif freiäugig mit 3-4° Länge, in den mitgebrachten Feldstechern sogar bis zu 6°. Zur Sicherheit (Corona) wurden die Geräte bei Beobachterwechsel mit Desinfektionstuch abgewischt.

Im Fernglas 10x50 sah der Komet etwa so aus wie im Foto von Wolfgang Schröter vom 15.7., aufgenommen von der Höhenstraße.
 

Zweiter Beobachtungsabend Samstag 25.7.: der Komet war schon schwächer (kaum mehr freisichtig) und der Schweif 50% kürzer.

Komet Neowise, Foto von  Walter Primik am 10.7. 20 morgens (Kollmitzberg, NÖ). Als seltene Draufgabe: leuchtende Nachtwolken!

 

Komet Neowise (C/2020 F3):  Zeichnung von Gottfried Gerstbach am 13.7.20 ca. 23:50, Wien 13 (Dobson 30/150 cm, 60-fache Vergrößerung, verkehrtes Bild). 
Trotz Höhenwinkel von nur 5° (3/4 des Schweifs bereits im Dunst verschwunden) sind Details der Schweifstruktur sichtbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

11. und 12. August: Perseidennächte im Sterngarten

Beobachtung der Perseiden-Sternschnuppen, jeweils ab 21 Uhr, bei guter Sicht bis ca. 1 Uhr

Leitung: Gottfried Gerstbach, Georg Zotti, Bernhard Dewath, Wolfgang Tuma
Anmeldungen 12 bzw. 78, Teilnehmer fast doppelt so viele (:-)

Kurzbericht (G.Gerstbach 14.8.):

Am 11.8. kamen etwa 25 Besucher, doch leider auch Wolken. Trotzdem sahen wir von 21:10 bis 22:05 Uhr 10 Perseiden, davon 2 heller als Jupiter. Die Wartezeiten wurden für viele interessante Fragen zu Meteoren, Kometen und zur Sternentstehung genützt.
Um 23:40 klarte es wieder auf, die vier ausdauerndsten Beobachter wurden bis 1 Uhr mit 27 Meteoren belohnt.

Am 12.8. bei idealem Wetter waren es etwa 120 Besucher (~30 Mitglieder des Astrovereins), die meist auf der Wiese lagerten und fröhliche Stimmung verbreiteten. Im Laufe des Abends traten 4 der Besucher dem Verein bei (:-)
Um 21:19 als Ouvertüre eine Feuerkogel quer über den halben Himmel, danach Erklärungen über Herkunft und Natur der Perseiden und zu den hellsten sichtbaren Sternbildern.
Bis 23:30 kamen insgesamt knapp 50 Perseiden, unabhängig gezählt in 2 Beobachtergruppen. Etwa 20% waren heller als Jupiter, von den Kindern mit Jubelschreien begrüßt. Danach sahen wir zu Dritt bis 1 Uhr 
weitere 47 Meteore auf 2/3 des Himmels (ganzer Himmel ca. 70).
Resumé: Aus diesen ~120 Perseiden folgt eine Rate von 20–45 pro Stunde, für den einzelnen Beobachter 1/3, also um Mitternacht ~15 pro Stunde. Dies passt genau zur maximalen ZHR-Rate von 100 für Gebirgshimmel, wenn man die Grenzhelligkeit im Sterngarten (5 statt 6.5 mag) und die Höhe des Perseus (sin 25-40°) in die Formel eingibt.

 

Sterngarten Georgenberg, 25.8.20: Jupiter und seine Monde; Saturnringe

Besonderheiten der beiden Riesenplaneten und ihrer Bahnen. Beobachtung ihrer hellsten Monde und der Saturnringe. 

Derzeit – einige Wochen nach der Opposition – ist die beste Zeit zur Beobachtung der zwei Gasplaneten und ihrer Wolkenstreifen. Sie stehen derzeit im Schützen, nur 8-9° voneinander entfernt und haben im Dezember die engste Konjunktion seit Jahrhunderten, allerdings in der Abenddämmerung.

Wegen Corona war die Mitnahme des eigenes Fernrohrs bzw. Feldstechers erbeten. Doch auch ohne Fernrohr bzw. Fernglas gab es eingeschränkte Möglichkeiten zur Beobachtung – mit Maske und Desinfektion von Instrumentenknöpfen und Okular.

Kurzbericht (G.Gerstbach 26.8.): 

Den Abend leitete Gottfried Gerstbach, bei den Beobachtungen halfen die AV-Mitglieder Bernhard Dewath, Erika Erber und Peter Reinhard. Auf der Homepage hatten sich 13 Teilnehmer angemeldet (wegen Corona erbeten), gekommen sind aber wie erwartet deutlich mehr.

Die insgesamt 25 Teilnehmer brachten 6 Teleskope (Ø 8 bis 18 cm) und mehrere Feldstecher mit, zwei Neumitglieder hatten sie extra für diesen Abend gekauft. In der Dämmerung demonstrierten wir die jährlichen Planetenschleifen von Jupiter durch eine lange "Sichtstange", gefolgt von einer ppt-Präsentation und einigen Fotos von Jupiter, Saturn und ihren Monden. 

Mit den Feldstechern wurden 2-3 Jupitermonde beobachtet (Ganymed stand hinter Jupiter, Io zog vor ihm vorbei). Für die wechselnde Beobachtung mit den Teleskopen wurde Maske und Desinfektionstuch verwendet.

Bei Vergrößerungen 20 bis 60x sah man 2-3 Jupiterbänder (das NTB ist derzeit schwach) und den Schatten von Io. Bei Saturn 3-4 Monde, jedoch die Cassini-Teilung im Ring nur teilweise. Einer der "jungen Beobachter" hatte an einem Leihfernrohr des AV eine Digitalkamera montiert – am Display war die Luftunruhe (Höhenwinkel nur 18°) deutlich erkennbar, interessanterweise aber Io's Schatten besser als direkt im Okular.

Rechts eine am 21.8. im Attergau entstandene Zeichnung (6"-Refraktor, ca. 200-fach).

 

Halbschatten-Mondfinsternis vom 5. Juni 2020 (Foto von Bernhard Dewath)

 
 

 

 

Die über 60-jährige Ära des "Österreichischen Himmelskalenders" ist leider zu Ende. Zur Beobachtungsplanung oder zum Mitnehmen in die Dunkelheit sind gedruckte Unterlagen jedoch auch im Computerzeitalter noch hilfreich. In freundschaftlicher Kollaboration legen 4 Autoren aus den drei großen astronomischen Amateurvereinen in Wien, die alle astronomisch durch die "Mucke'sche Schule" geprägt wurden, eine neue astronomische Jahresvorschau vor. Sie enthält viele Angaben aus dem bisherigen "Himmelskalender", den "Tierkreiskalender", sowie weitere graphische Jahresübersichten zu vielen Kenngrößen der Planeten, Prognosen der natürlichen Himmelshelligkeit, sowie Abend-Sternkarten mit Mond und Planeten für jeden Samstag.

Wir hoffen, damit auch in den nächsten Jahren den Bedarf an Beobachtungsdaten für unsere Sternfreunde decken zu können. Falls sich andere Vereine oder Beobachter mit weiteren Vorausberechnungen in diesen Almanach einbringen möchten, ersuche ich um Kontaktaufnahme.

Der Himmel ist unbezahlbar, daher stellen wir den Astronomischen Almanach für Österreich 2020 (40MB) kostenfrei unter der Creative Commons-Lizenz CC-BY-NC 4.0 zum Download zur Verfügung.

Überlegen Sie bitte dennoch, ob sie das Werk komplett ausdrucken müssen oder z.B. die Wochen-Sternkarten nur bei Bedarf drucken.

Eine gedruckte Version mit Spiralbindung ist um 10 € bei unseren Referatabenden oder bei der Kuffner-Sternwarte erhältlich.

 

Für die Autoren,

Georg Zotti, 27. Dezember 2019

2018 wurde eine frühere Tradition wiederbelebt: die "Beobachtungsabende für Mitglieder mit und ohne Fernrohr". Angeboten werden 3 bis 4 Termine (und evtl. Ersatztermine), bei denen sich unterschiedlich erfahrene bzw. ausgerüstete Sternfreunde zusammenfinden können – wenn erforderlich unter Anleitung zweier Vorstandsmitglieder. Wir erwarten uns dadurch bessere Kontakte innerhalb des Vereins und vielleicht auch neue Ideen.

Manche Besitzer von Garten- oder Dachsternwarten bieten Beobachtungen im kleinen Kreis an und ergänzen so das Angebot der zwei Wiener Volkssternwarten. Einige stellen sogar mehrmals jährlich – insbesondere am "Tag der Astronomie" – ihre Teleskope auf geeigneten öffentlichen Plätzen auf und freuen sich über Zufallsgäste. Das langjährige Mitglied Peter Reinhard zeigt auf einem Hügel im 15. Wiener Bezirk interessierten Passanten allmonatlich die Mondkrater und helle Planeten.

Auf seiner eigenen Dachsternwarte hat Prof. Gerstbach bisher zwar viele Beobachtungsabende für die Hörer seiner Astronomie- Vorlesung an der TU Wien gehalten. Seit er im Juni 2017 neuer Vorsitzender wurde, freut er sich aber darauf, auch andere Besucher einzuladen.

Westlich von Wien, gut erreichbar mit der Schnellbahn *) oder dem Auto. Der Blick nach Ost/Südost ist durch Wien und den erhöhten Horizont etwas eingeschränkt, aber für die Stadtnähe ist es ein recht brauchbarer Platz. Bei Schönwetter ist hier die Milchstraße fast immer sichtbar.
Die geografischen Koordinaten sind ungefähr 48°12' / 16°07'

*) von Schnellbahn-Station Untertullnerbach Fußweg 10 Minuten, dann beim Kreisverkehr (Wienerwaldsee) rechts zum Friedhof hinauf.

Dieses Frühjahr mussten die geplanten Beobachtungsabende entfallen, 
doch ab Herbst dürfte es (mit einigen Vorsichtsmaßnahmen) wieder gehen – auch für die "Gruppe junger Beobachter".

 

 

Wie viele Vereine ist auch der unsere von "Unterjüngung" betroffen. Daher wurde im Oktober 2017 eine Junge Beobachtergruppe ins Leben gerufen, deren eMail-Verteiler sich schon in einigen Wochen mit 20 Namen gefüllt hat. Die ersten zwei Abende waren mit nur 5 Teilnehmern etwas enttäuschend, doch seit dem Sommer 2018 wurde es intensiver.