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Sternkarten für jede Stunde finden Sie in dieser Übersicht. z.B. für 9 Uhr Sternzeit hier.

Wenn es zur Monatsmitte gegen 22 Uhr dunkel genug ist, sehen wir tief im Nordwesten noch zwei Sterne des Wintersechsecks (Pollux und Capella). Auch der Löwe neigt sich schon dem Westen zu. In seiner Mitte treffen sich die kurzen Vierecks-Seiten des Großen Wagens, der steil darüber steht. Im Süden sehen wir den Bärenhüter mit dem hellgelben Arktur. Er treibt den Großen Bären vor sich her, dessen unscheinbarer Kopf nun links vom Polarstern steht. Die Gerade seiner 3 Krallenpaare ist hingegen – auf halbem Weg zum Löwen – gut zu erkennen. Dem Deichselschwung des Großen Wagens folgend, kommen wir über den Arktur zur blauweiß strahlenden Spica (α in der Jungfrau), die mit 20.000° zu den heißesten Riesensternen zählt. 

Für einen Überblick können Sie hier den Frühlings- bzw. Sommerhimmel anklicken, oder eine unserer Homepage-Sternkarten (z.B. für Sternzeit 15h). Im Südosten erreichen Herkules und Schlangenträger bald ihren Höchststand, im Osten steigt das Sommerdreieck mit der funkelnden Wega (Leier), mit Deneb im Schwan (liegendes Kreuz) und horizontnah Atair (α im Adler) empor. Wir werden es bis zum Herbstende sehen können. Rechts vom Polarstern steht der bescheidene König Kepheus, seine stolze Gattin Kassiopeia als "Himmels-W" darunter, der Große Bär hoch im Westen. Der kleine Bär reckt sich vom Polarstern (α UMi) nach oben. In Stadtnähe sieht man aber höchstens 7 Sterne, den Kleinen Wagen. Sie dienen als einfachster Indikator der Lichtverschmutzung: der dritthellste Stern Gamma hat 3.0 mag, der Sternenbogen zwischen α und ß etwa 4.3 mag.
 
Um etwa 24 Uhr kulminieren Herkules, Schlangenträger sowie der Skorpion. Dessen Hauptstern ist der rote Riese Antares ("Gegenmars"), 600 Lichtjahre von uns entfernt. Er ist 700x größer als die Sonne und 11.000x heller; in nur 3" Distanz umkreist ihn ein Stern mit 5.4 mag in 880 Jahren.
Auch der Schütze ist nun aufgegangen. Gegen 2 Uhr taucht tief im Südosten Saturn auf, um etwa 3 Uhr Mars.

Planeten und Mond  (aus dem Österr. Astronomischen Almanach 2024)

  • Merkur geht zu Monatsbeginn kurz vor der Sonne auf und wird dann unsichtbar (obere Konjunktion am 14.6.). Ende Juni beginnt eine bescheidene Abendsichtbarkeit.
  • Auch Venus steht jenseits der Sonne – am 4.6. in oberer Konjunktion.
  • Mars in den Fischen steht unscheinbar am Morgenhimmel und geht anfangs 2 Stunden vor der Sonne auf, zu Monatsende 3 Stunden. Am 3.6. zieht die schmale Mondsichel 3° links am Mars vorbei.
  • Jupiter steht noch nahe der Sonne. Erst zu Monatsende taucht er in der Morgendämmerung auf.
  • Saturn im Wassermann ist der einzige gut sichtbare Planet, sein Ring ist aber bereits schmal. Er verschiebt seine Aufgänge von 2 auf 0h MESZ. Am 30.6. kommt er in den Stillstand und beginnt damit seine alljährliche Schleife (Opposition am 8.9.)
  • Uranus im Stier steht noch zu nahe an der Sonne, doch
  • Neptun in den Fischen wird zu Monatsende morgens im Feldstecher sichtbar, rund 10° links von Saturn.
  • hellste Kleinplaneten: Ceres im Schützen, Pallas im Herkules.

Mondphasen:

  • Neumond (Nr.1255) Do 6.6., Erstes Viertel Fr 14.6., Vollmond Sa 22.6., Letztes Viertel Fr 28.6.
  • Neulicht (erste abendliche Mondsichel) am 7. oder 8.6., bestes Erdlicht (Widerschein der "Vollerde" am Mond) am 9.6.
 
Sternbedeckungen durch den Mond 
 
Kleinplaneten bis 10 mag:
  • 1 Ceres (7.9–7.4 mag) rückläufig im Schützen, Opposition am 6.6.; am 30. steht sie 1,5° unter Tau Sgr
  • 2 Pallas (9.2 mag) von der Krone zum Schlangekopf.Am 22.6. steht sie 1,5° südöstlich von Epsilon CrB
  • 7 Iris (10–9.3 mag) im Wassermann
  • 42 Isis (9.4 mag) im Schützen, Opposition am 28.6.
  • 43 Ariadne (9.1 mag) im Schlangenträger, Opposition am 3.6.; beide 1856 von N. Pogson in Oxford entdeckt.
Enge Begegnungen:
  • 03.6., 0h Ariadne 5’ nördlich von Tycho 6796 (16:44/-24,0°, 9.0 mag)
  • 06.6., 0h Pallas  7’ nördlich von Hip.79441 (6.5 mag)
  • 12.6., 3h Isis nur 3’ östlich von Hip.91974 (5.8 mag)
   
Kometen bis 10 mag   (Danke, Michael Jäger!)
 
In der Zeit der kurzen Sommernächte ist besonders C/2023 A3 Tsuchinshan-Atlas hervorzuheben. Der Komet, der im kommenden Oktober freisichtig am Abendhimmel leuchten soll, zieht vom Sternbild Jungfrau in den Löwen. Zuletzt hat sich seine Entwicklung abgeschwächt, sodass er derzeit bei einer Helligkeit um die 10. Größenklasse stagniert. Im Fernrohr zeigt er eine stark verdichtete Koma und erst einen kurzen Schweif.
 
Keine großen Höhe über dem Horizont erreichen die Kometen 13P/Olbers (8. Größe) und C/2023 V4 Camarasa-Duszanowicz (12. Größe), die beide vom Fuhrmann in den Luchs ziehen.  

C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS

             Rek        Dek         Erde    Sonne  Elong. Helligkeit
2024 06 01  12 02 39.3 +02 35 14    1.795   2.330  108.9    10.5
2024 06 06  11 52 27.9 +02 49 43    1.821   2.257  101.7    10.5
2024 06 11  11 43 18.3 +02 58 37    1.850   2.183   94.7    10.4
2024 06 16  11 35 09.5 +03 02 18    1.881   2.107   88.1    10.4
2024 06 21  11 27 58.7 +03 01 09    1.912   2.031   81.7    10.3

13P/Olbers

2024 06 01   06 13 04.5 +37 16 57   2.088   1.256   25.8    8.1   
2024 06 06   06 32 56.1 +38 42 14   2.060   1.231   26.0    7.9    
2024 06 11   06 54 18.2 +39 57 21   2.032   1.211   26.5    7.8    
2024 06 16   07 17 10.7 +40 59 46   2.004   1.195   27.2    7.7    
2024 06 21   07 41 29.3 +41 46 46   1.979   1.184   28.1    7.6    
2024 06 26   08 07 04.3 +42 15 37   1.955   1.177   29.2    7.5    
 
Meteorströme: 
 
  • Scorpius-Sagittariden: nach Ende Mai zweites Maximum ca. 13.Juni, schwach, am besten um Mitternacht, langsame Meteore (26 km/s)
  • Juni-Bootiden: ab etwa 20.Juni, Maximum ca. 25.-28.6., Stärke nicht vorhersehbar (zuletzt 2004 hoch). Sehr langsam, nur 18 km/s.