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Astro Tagung 2020

22.-25. Okt. 2020 in Linz,
Thema "Himmel in Bewegung ..."

18.-19. Okt. 2019 in Salzburg
Tagung 2019
Tagungsbericht_2019

Veranstaltungen

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Astronomisches Büro

Das Astronomische Büro wurde 1907 von Univ.-Prof. Dr. Oswald Thomas in Kronstadt (Siebenbürgen) gegründet und 1913 mit Thomas' Berufung zum Professoe nach Wien verlegt. Es diente vor allem der Sammlung heller Meteor-Beobachtungen (Feuerkugeln) und der Berechnung ihrer Bahnen. Die Meteorastronomie ist bis heute ein Schwerpunkt des Österr. Astrovereins (Errichtung und Betrieb der Meteorstation Martinsberg). 

Ende der 1950er wurde Hermann Mucke Mitarbeiter des Astronomischen Büros und übernahm es 1963 als Leiter und Eigentümer und Leiter -- bis zu seinem Tod im März 2019. Als Leiter des Wiener Planetariums und zusammen mit dem Astroverein, dem Mucke als Berater und Sekretär eng verbunden war, arbeitete er an astronomischen Fachthemen, an Veranstaltungen und Veröffentlichungen sowie 1997/98 am Aufbau des Freiluftplanetariums (Sterngarten am Georgenberg, Wien 23). Näheres siehe "Hundert Jahre Astronomisches Büro" im Sternenboten 5/2007 sowie "Erinnerungen an Oswald Thomas" im Sternenboten 8/2004.

Hermann Mucke (1935-2019)

Mit großer Trauer vernahmen wir am 12. März 2019 die Nachricht vom Ableben Hermanns.

Über Jahrzehnte hinweg verstand er es, unzählige Besucher auf dem Flakturm in Mariahilf, später im Planetarium, auf der Urania-Sternwarte, auf dem Sommerhaidenweg und zuletzt in seinem Sterngarten an die "obere Hälfte unserer Umwelt", den Sternenhimmel heranzuführen. Alle, die ihn in dieser Zeit ein Stück begleiten durften, möchten ihm ein gutes Andenken bewahren.

Seine Tätigkeit und Persönlichkeit wurde in vielen Nachrufen gewürdigt, unter anderem

Die Tätigkeiten des Astronomischen Vereins waren bis 2018 durch Personalunion des langjährigen Vereinssekretärs und Geschäftsführers Hermann Mucke eng mit dem Astronomischen Büro verbunden. Seit den 1970er-Jahren fanden 25 "Sternfreunde-Seminare" zu Themen der beobachtenden Astronomie statt, die allen Hobbyastronomen offen standen. Die Referate und Praktika hielten Vereinsmitglieder unter Leitung von Prof. Mucke; ihre 100 bis über 200 Seiten starken Dokumentationen waren bis 2018 - soferne noch aktuell - für Interessenten über das Astronomische Büro erhältlich. Nach Muckes Tod wird wahrscheinlich ein Teil der Skripten über den Astroverein erhältlich sein. Die Themen der Sternfreunde-Seminare waren:

1980: Kometen   (61 Seiten, 8 €)
1981: Mond  (101 S., 11 €)
1982: Kleinplaneten  (103 S., 11 €)
1983: Doppelsterne  (106 S., 11 €)
1984:  Die Sonne  (152 S., 14 €)
1985:  Kleinrechner in der Himmelskunde  (133 S., 13 €)
1986:  Meteore  (170 S., 15 €)
1987:  Veränderliche  (188 S., 16 €)
1988:  Galaxien  (150 S., 13 €)
1989:  Planet Erde  (206 S., 15 €)
1990:  Die Milchstraße  {132 S., 13 €)
1991:  Sonnenuhren (165 S., 15 €)
1992/93:  Moderne Astronomische Phänomenologie  (238 S., 21 €)
1994:  Astronomische Phänomenologie: Fakten, Probleme, Hilfen  (186 S., 17 €)
1995:  Himmelskundliche Beobachtungen und Weltbild  (110 S., 11 €)
1996:  Fortsetzung Seminar 1995  (142 S., 14 €)
1997:  Angewandte Astronomische Phänomenologie  (102 S., 12 €)
1998:  Weltraumtechnik  (Fortsetzung Seminar 1996;  178 S., 17 €)
1999:  Astronomische Finsternisse. Theodor von Oppolzer-Gedächnisseminar  (208 S., 22 €)
2000:  Himmelskundliche Beobachtungen III (137 S., 17 €)
2003: Internationale Fachabende: Das Astrolabium, Beobachtungs- und Rechengerät freisichtiger Himmelskunde
(216 S., 28 €)

Periodika

Das Astronomische Büro publizierte von 1957 bis 2019 alljährlich

  • das Jahrbuch "Österreichicher Himmelskalender" (praxisgerechte Monatsübersichten, Ephemeriden für den Standort Wien, z.T. auch für Innsbruck, sowie Finsternisse, Sternkoordinaten, Dämmerungstafeln der Landeshauptstädte usw.)
  • bis 2018 einen "Tierkreis-Planetenkalender" -- er wird seit 2019 hier auf der ÖAV-Homepage weitergeführt
  • sowie seit 1958 die Monatsschrift "Der Sternenbote".

Ferner erschien eine Reihe weiterer Publikationen, vor allem

  • der "Canon der Sonnenfinsternisse (-2003 bis +2526)", der weit über das klassische Werk von Theodor Oppolzer hinaus geht (siehe Seminarpapiere 1999),
  • der "Canon der Mondfinsternisse (-2002 bis +2526)" -- beide Werke erschienen in mehreren Auflagen,
  • sowie einige Monografien zu speziellen astronomischen Themen. Außerdem
  • der "Astronomische Kurzkalender 1900-2000",
  • der "Astronomische Kurzkalender 2001-2051" und
  • von Prof. Mucke der Begleitband "Himmelskunde im Freiluftplanetarium Wien"
    zur Unterstützung der Sternführungen, die seit 1997 im Sterngarten Georgenberg stattfinden. Er beinhaltet eine kurze Einführung in die Astronomie, eine Beschreibung der (weltweit einzigartigen) Anlage und ihrer Besonderheiten, einen kleinen Sternatlas, monatliche Sternkarten und Anleitungen zu eigenen Beobachtungen. Er ist weiterhin bei den Sternführungen und Referatabenden des Astrovereins um 10 € erhältlich.

Die Bestellungen erfolgten bis 2018 bei Prof. Hermann Mucke direkt, 1230 Wien, Hasenwartgasse 32, wo er auch seine -- von außen gut sichtbare -- Dachsternwarte hatte.
Die eMail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und die langjährige Homepage http://www.astronomisches-buero-wien.or.at werden allerdings derzeit umgestaltet bzw. stillgelegt.
Wieweit ein Teil der Funktionen des Astronomische  Büros und die Lieferung einiger Publikationen weitergeführt werden kann, ist noch offen. Die Restbestände der Seminarpapiere übernimmt ab 2020 der Astroverein.

Die o.a. Broschüre "Himmelskunde im Freiluftplanetarium Wien" ist weiterhin bei den Führungen im Sterngarten und bei unseren Referatabenden erhältlich.